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Hach was war das für ein aufregender Tag. Ich muß ja zugeben, daß ich schon mit dem falschen Bein heute morgen irgendwie aufgestanden bin, denn ich hab ja gestern meine halbe Wohnung auseinandergerupft, weil ich nun neue Lagerregale mit der Hilfe einer Freundin an die Wand angebracht habe, nun alles umgeräumt werden muß und meine Sortierkisten da nicht mehr rein passen, weil sie zu lang sind! :?

die Meisenpost war da - leider nicht meine Farben

Eigentlich stand heute auch ein wichtiger Termin für mich an und ich hatte keine Ahnung, wie ich das hier schaffen soll. Ich greife mal voraus, mein Termin war heute verhindert und wir mußten verschieben, das erfuhr ich allerdings erst abends. Die liebe Daniela hat mich gestern im Umbauchaos besucht und der erste Satz war: “Huch? Is bei Dir ne Bombe geplatzt??” – Jaaaaaaa, ich weiß es sieht so aus, aber abwarten, wie es hinterher aussieht! :P Nun gut, die Trümmer der Bombe waren heutenoch zu großen Prozentteilen zu finden, aber, dem läßt sich ja Abhilfe schaffen, auch wenn die Lust dazu eher gering war.

Erst mal Kaffee gekocht, mit den Hunden raus, dann Computer an, Nachrichten lesen, dann Pakete fertig machen und dann ran an den Feind. – Tja aber schon ging es los, Facebook hat sich grandioserweise überlegt, umzubauen über Nacht und so ging bei mir gar nix mehr, weder der Tab noch das Fenster ließen sich schließen und mein kleiner Mac war damit total lahm gelegt, es drehte sich nur noch der bunte Ball und er drehte sich und er drehte sich und er drehte sich……..

Ich hätt das Ding gegen die Wand schmeißen können, denn ich mußte ja noch Briefmarken und Aufkleber ausdrucken und der Mystery Socken KAL ist in vollem Gange und ich seh nix und kann keine Fragen beantworten *GRUMMEEEEL*. OK, nach gefühlten 100 Stunden warten ging es endlich und ich wollte loslegen und …………….. es klingelte an der Tür – aaaah, JETZT gestört werden?? Na gut, es war der UPS Bote mit der Meisenpost, und dann auch noch welche die nicht so meine Farben sind, glücklicherweise konnte ich einen schon erfolgreich tauschen….

Gut, also weiter im Text und Pakete gemacht und………… irgendwie kommt mir ein komischer Geruch aus der oberen Etage entgegen – ich verfolgte ihn also ganz Sherlock Holmes-like und was war? Haben mir die Hunde, obwohl wir gerade 15 Minuten vorher reingekommen sind von einer laaaaaangen Runde Kinderzimmer und Bad vollgekackt, alle 3 (Und ich bin mir sicher, ich habe draußen schon 3 Tüten mit gleichem Inhalt eingesammelt!!) !!!!!! Wie heißt es so schön, wenn man in Sch….e greift hat man noch Glück an dem Tag? Das wagte ich ja zu bezweifeln!

Naja, ich war also mittlerweile auf 180, dann will ich weiter Pakete machen und der Computer geht wieder nicht mehr – 200!!! Ok zwischendrin ein wenig geräumt, Computer geht wieder, ich druck die Zettel aus, will zukleben……….. es klingelt an der Tür – aaaaaargh 250!!!! Ok, es war GLS, welcher mir einen riesen Karton brachte mit Verpackungsmaterial (als ob ich jetzt schon nicht wüßte wohin damit!) Also noch mehr aufgestapelt in der Bude.

Ich will Pakete zukleben, und ich find in dem Chaos meinen Abroller mit dem Klebeband nicht mehr – 280!!! Naaaaaa gut, nehmen wir also eine frische Rolle und machen es per Hand, der Karton mit den Klebebandrollen stand griffbereit. ;) So weit so gut – aber wo ist nur die blöde Schere abgeblieben? bzw. hätte mir ja schon eine von 5 die hier rumfliegen genügt – 300!!!! Dann kommt das Kind nach Hause, sabbelt mich voll, steigt auch noch über die rumstehenden Kisten ohne aufzupassen und fragt mich, ob sie Fersehen gucken darf – 500!!!!! Hääääää? Wie wäre es mal mit mir ein wenig helfen? Zumindest die Samla-Kisten, die ich in ihrem Zimmer abgeladen habe in das nun an seiner richtigen Stelle befindliche Regal zu packen? Nöööö is ja zuviel verlagt!

Nach einem 15 minütigen Moralvortrag, wie es mal mit Arbeit selbst sehen und helfen und mal dran denken, daß ich hier schon ewig die Wohnung nicht verlassen habe, weil ich nur noch arbeite und immer mehr in die Breite gehe statt in die Länge und auch mal gern wieder was für mich tun würde anstatt ihr ständig hinterherzuräumen, zu arbeiten, damit sie hierhin kann und dahin kann und dort ins Theater mit der Schule etc, hatte ich gerade ne Schere gefunden gefunden, Klebeband angesetzt, klingelt es schon wieder an der Tür – 1000!!!!! Al ob ich heute noch mal dazu komm meine Pakete fertig zu machen und endlich dieses Chaos zu beseitigen, was da herrscht und mich wansinnig macht, weil ich nix mehr finde???

Gut, es war DHL-Bote (der Schnuckelige)- er brachte gleich mehreres – ein riesen Paket von meiner Mama, eins von Nicky und eins von Daniela und eins für die Nachbarin. Ich fang mal hinten an – Daniela, es sind immer die Stillen, die am meisten fühlen und merken und zuhören! Danke!!!!!! Erst recht für den weißen Küßchen Nachschub, die konnte ich gebrauchen!

In Nicky´s Paket gabs lecker Heidelbeer mit Grappa Schnäppi und Sahnetrüffel-Likörchen. Was soll ich sagen? Ich hab mir erst mal n dicken Schnäppi eingegossen und die Küßchen geschlachtet. Gut, dann war ich wieder nur noch bei 500 und widmete mich dem größten Paket – Mama.

Als ich es aufgemacht habe, mußte ich sooooo laut lachen, daß ich schlagartig nach Schnäppi und Küßchen wieder auf normal Level war. Ich zeig Euch am besten ein Bild – Mama schickte ein kniehohes Freßpaket mit allem drum und dran – Tütensuppen für den Notfall, Brötchen, Käse, Küßchen (sie hat sich anstecken lassen :mrgreen:), Camembert, ein Glas Leberwurst, Zwicback, falls ich wieder Kreise renne wegen der Sorgen und nix essen kann, Kekse und Knoppers für Jenny und so weiter und so weiter. Ich würd mal schätzen, das waren gute 6-8kg Inhalt. Jaaaaa, Mami, vielen Dank, das erspart mir den Großeinkauf ;) und ich hab mehr Zeit zu Hause zu sitzen und meine Sachen zu sortieren. ;)

ein Blick ins Mama-Paket, mit allem, was man so brauch ;)

So sitz ich also mit Küßchen und Schnäppi vom Paket und grins mir einen, und es taten sich direkt Jugenderinnerungen auf. Es erinnerte mich daran, wie ich noch Student war hier in Berlin, Kohle knapp und daheim saß und Knäckebrot mit Margarine gefuttert hab, weil mehr wegen Studiengebühren und Büchern etc nicht mehr drin war. Handies gabs damals noch nicht und internet auch nicht, ich hatte nich mal nen Computer und telefonierte so eines Abends mit meinem Bruder, der mir sagte, wenn knapp ist, soll ich einfach beim nächsten Brief, den ich zu Mama schicke mal mit nem Feuerzeug die Ränder ankokeln. Ich hab gefragt wozu, er grinste nur durchs Telefon und meinte, ich soll mich überraschen lassen, also tat ich das – der Antwortbrief von  Mama war 3 Tage später da und enthielt nen 20 Mark Schein, damit kam ich wieder bis Monatsende um die Runden! Merke!: Brennst Du die Ränder Deines Briefes ab, so heißt das bei Deinen Eltern, daß Du abgebrannt bist (zu deutsch pleite) und sie schicken Dir was! :mrgreen:

Tja, nur schade, daß man bei Emails nicht die Kanten anbrennen kann – ihr Jugendlichen der heutigen Zeit, was solch subtile Nachrichten anbelangt, seid ihr echt benachteiligt! :D

Als ich aus meinem Studenten-Untermietzimmer raus war und meine erste eigene Wohnung hatte, war es wieder knapp gewesen, und wieder Knäckebrot-Time. Ich wohnte damals im Dachgeschoß eines schnuckeligen sarnierten Altbaus im schönen, grünen Diplomatenvirtel in Pankow. Weil noch so einiges fehlte, unter anderem auch ein Wäschekorb, bat ich Mama mir einen in Polen zu besorgen, nich zuuuu groß aber auch nicht zu klein bitte, denn bissel Wäsche soll ja schon rein. Mama sagte, sie schickt ihn mir, er kam auch an ne Woche später, gebracht von einem Briefträger – ich seh ihn wirklich noch heute vor meinem inneren Auge – der zwar schlank, drahtig und trainiert zu sein schien, aber vor meiner Dachgeschoßwohnung (ich erinnere Altbau! ohne Fahrstuhl!!) stand, schnaufte wie ein Wahlroß, rot war wie ein Feuermelder und dem das Wasser in Sturzbächen von der Stirn lief während er mir sagte, er hätte ein Paket für mich :mrgreen:

Was soll ich sagen? Ich hab ihm das natürlich abgenommen und denk mir, naaaaaa gut, der Korb geht zwar bis zum Bauchnabel hoch, aber was hat er nur? is doch nur ein Weidenkorb? – DENKSTE –  als ich ihn in die Wohnung trug, ging ich fast am Stock, na gut, ich geb zu, ich hab ihn nur nem Meter getragen und den Rest hab ich ihn geschleift. Am Tisch angekommen hab ich das Papier aufgerupft um zu gucken, was Muttern da reingepackt hat, was das Ganze so schwer machte. Naaaa? habt ihr ne Idee???? Richtig, der Inhalt war in etwa der, welcher sich auch in meinem heutigen Paket befand. :D Naja, is ja klar, Kind is alleine in der großen weiten Welt und der großen Stadt, die damals noch nicht die Hauptstadt unseres Landes war und muß natürlich versorgt werden, daß sie nicht vom Fleisch fällt!

Also Mama, nur kleiner Hinweis, ich bin mittlerweile 17 Jahre älter, fertig mit studieren, und selber Mama :mrgreen: aber ich hab wohl auch begriffen, da ich die Jüngste bin werd ich immer das KLEINE Kind bleiben :P – Jaaaaa, ich hab Dich auch lieb!

Jaaaa, bevor ich mich restlich in den Erinnerungen verlor machte ich mir noch nen Kaffee und wagte mich wieder ran an den Feind – ääääh, die geplatzte Bombe und eben selbe Beseitigung und …………….. es klingelte wieder an der Tür. 180!!!!! Es war Hermes, mit einem Paket was schon verloren zu sein geglaubt war – meine gefärbten Stränge! Ich kann sie also wieder verschicken die Drachen und Feen ;)

Nu gut, mit 180 räumt sich ja bekanntlich schneller oder? Also ran —— und es klingelt. Diesmal die freundliche nette ältere Nachbarin, die ihr Paket, welches ich noch entgegengenommen habe abholen wollte, nur einen Blick in den Flur nahm und mich mit großen Augen ansah. Und ich sie mit hängendem Kopf, zutiefst peinlich berührt sie dann doch herein bat, ihr die Situation erklärte und ihr ihr Paket gab und noch 5 Minuten schnackte. Tja, ich werd sie demnächst auf nen Tee einladen müssen, damit sie sieht, daß hier nich immer so aussieht! – Imagewiederherstellung nennt man das!

Amipost!!!!!! yeah!

Aber handgefärbte Stränge ist überhaupt das Stichwort! Ich habe gestern einen dicken Brief aus Amerika bekommen mit diversehn Päckchen Kool Aid von der lieben Andrea. Yeah! jetzt kann es los gehen das Färben, ja und weil ich gestern Nacht schon wieder nicht schlafen konnte habe ich mich entschieden dann doch direkt noch ein paar Knäule zu wickeln und mal die Wickelfärbetechnik auszuprobieren, soll ja irgendwie kultig sein. Ich wickelte ein flaches, eher Ufo-Knäuel und ein rundes Oma-Knäuel und legte sie zunächst einige Zeit in Farbe 1 und dann über Nacht in Farbe 2, zum hochsaugen quasi. Ein mini-probeknäulchen habe ich auch direkt noch gemacht ;)

Also ich kann berichten, was mich heute morgen erwartete, überraschte mich positiv, die Knäule

meine 3 Knäuel vor dem Gang in den Ofen

sind trotz der etwas dunkleren Grundfarbe (das Grundmaterial ist Elfenbeinfarben)  richtig toll geworden. Und so wanderten sie erst in die Mikrowelle und weil ich ja so ein Sicherheitsmensch bin und sowieso noch viel zu tun hatte noch mal für ne Stunde bei 100 Grad in den Ofen. Als ich sie rausholte, war ich mit dem Ergebnis noch zufriedener als vorher. ;) Also hab ich sie gehaspelt, damit sie trocknen können und  hängte sie doch glatt schon auf, da fiel mir ein, daß ich sie ja noch waschen muß, also mein Tagwerk noch mal unterbrochen, ab nach Oben Stränge waschen und erneut zum Trocknen aufhängen.

Und da sind sie nun meine 2 Teststränge – Ich find sie schick und die nächsten 3 befinden sich zur allabendlichen Entspannung schon wieder im Färbebad Farbe 1, vorm ins Bett gehen, steck ich sie in Farbe 2 und morgen früh werden sie fertig gemacht. :mrgreen: So hab ich zwar mein Chaos heute nich beseitigt aber wenigstens noch was schönes zustande gebracht. Ich werd mich mal noch eine Weile ums Umräumen kümmern, damit ich bald Bilder vom fertig eingeräumten Regal präsentieren kann.

Strang 1, das blau-lila Omaknäuel im oberen Bild

 

Strang 2 das grün-rote Flachknäuel im oberen Bild

Nachdem ich die letzten 3 Tage durch das Tal der Tränen und eine Sturmflut der Gefühle gegangen bin, mit dem Unvermögen zu schlafen und zu Essen und mir das Hirn zermartert habe, wie ich die Situation löse – und ich muß leider sagen sooooo rosig sieht es nicht aus, denn ich habe das Schlupfloch gefunden, woher diese Summe kommt, nun hilft nur noch ein guter Anwalt, sonst ………..

Allerdings bin ich, auch wenn ich emotional und Kräftetechnisch wirklich am Boden liege, doch eher der Kämpfer, der sich nicht so leicht unterkriegen läßt. Und so habe ich beschlossen, wenn ich schon untergehe, dann wenigstens mit wehenden Fahnen. Vielleicht habe ich Glück und das Blatt wendet sich noch zum Guten oder es gibt jemand, dem eine Lösung einfällt oder es passiert ein Wunder – wer weiß. Auf jeden Fall ist aufgeben keine Option, das bin ich schon all denen Schuldig, die sich bei mir melden, und mir Mut machen und ihre eigenen Geschichten erzählen und die den Glauben an das Gute nicht verlieren sollen und ebenso nicht an ihre eigene Kraft.

Also aufgestanden, Krönchen gerichtet – und WIE das Krönchen gerichtet wird…., Ärmel hochgekrempelt und Zähne gezeigt! Auch wenn man hinter verschlossenen Türen heimlich weint und verzweifelt, so werde ich zumindest nach Außen hin den Geiern nicht den Sieg geben mich kleingekriegt zu haben!!! Eins is Fakt, ich werd mich jetzt mehr als zu vor ins Zeug legen, es einfach zu schaffen bekannt zu werden!

So und nun habe ich mir gedacht mache ich diesmal auch wieder Socken und zwar so richtig, richtig edle!  Denn, wie mittlerweile so ziemlich jeder meiner geneigten Fans und Leser weiß (denn eines meiner Bekanntesten Modelle sind meine Frustsocken *Wellfeeling*), stricke ich gern Socken, wenn ich frustig bin und tobe mich dabei so richtig aus, denn die Grübelei über die Muster killt die Grübelei über andere Sachen ;)

Also her mit dem Strang Wollmeise Fliederbusch und losgestrickt. Ich geb ja zu, die Stränge sind so fest gedreht, daß ich anfangs, als ich meinen ersten Strang davon in der Hand hatte, daß die Wolle hart wäre, mein Wasabi-Twin, fühlt sich beim stricken auch deutlich fester an – allerdings ist dieser Fliederbusch-Twin ein echter Traum! Das ist so kuschelig weich, daß es wohl echte Kuschelsocken werden. Ich überlege gerade, ob ich noch Perlen einstricke oder nicht – hmmm, da muß ich wohl noch mal in mich gehen ;) – Obwohl, so echte Luxus-Prinzessinnensocken können glaube ich ruhig Perlen haben, oder? Naja, ich werd mal schauen, ob ich noch was passendes hier habe und dann wird probiert. Auf jeden Fall gibt es im Zuge dieses KAL noch die Möglichkeit gleich meine neu Entwickelte Sockenferse mit zu lernen und ich werd das noch schön mit Videos untermalen ;)

hier direkt für 2,80 statt später 4 Euro mitmachen

Ich hab das Ganze bei Ravelry angelegt, da es sich mit der Verteilung der einzelnen Teile dort einfacher macht, wer nicht Ravelry angemeldet ist kann mich gern anschreiben, da finde ich auch noch eine Möglichkeit ;)

Dann werd ich jetzt mal fleißig weiter die Nadeln schwingen und versuchen das Grübeln abzustellen und an meinem Erfolg zu basteln, im Sinne von diesem Song: “….. denn dann bin ICH ein Star der in der Zeitung steht und DANN TUT ES DIR LEID, DOCH dann ist es ZU SPÄT, zu spääääääät….” Also, es geht in dem Song ja um eine verflossene Liebe, was es ja mit Nichten ist – aber ich finde den Sinn, daß der andere Teil sich darüber ärgert, daß derjenige, der verschäht wurde nun ein Star ist, sehr treffend! Ich will daß alle Geier sich ärgern, denn dann bin ICH ein Star der in der Zeitung steht und dann ist es zu spät, zu spääääääääät…… :mrgreen:

das Valentinstagslied meiner Tochter

Valentinstag ist vorüber, meine Lampe steht immernoch im Küchenfenster, aber hier ist gestern keiner aufgetaucht der vor meinem Fenster um meine Gunst gesungen hat. Allerdings kam mein Kind zu mir und überreichte mir dieses von ihr geschriebene Lied zu Valentinstag – ich hoffe, ihr könnt es lesen, ich fands süß, auch wenn es nicht der weiße Ritter war, der komischerweise bis heute morgen auch noch weit und breit nirgens  sind Sicht ist ….. (wo versteckt der sich nur??? Muß ich etwa nen Scheinwerfer aufstellen??)

Also gut, der Plan war also mich in die Arbeit zu stürzen, Pakete zu packen und dann meinen Beitrag zu den Bettschuhen zu schreiben. Kaffeemaschine heizte gerade auf, als es an der Tür schellte. Ich bekam einen mega Schreckt – kann ja nicht sein, daß mein Abholer schon um 9.30 Uhr da ist, die Pakete sind doch noch gar nicht fertig?! Auf dem Weg zur Tür überlegte ich mir, wie ich ihm schonend beibringe, daß er noch mal zurück kommen muß. Dann war es aber gar nicht mein Abholer, sondern der UPS Bote, der mir einen großen Umschlag in die Hand drückte. Die Adresse war mir gänzlich unbekannt und so öffnete ich mit leicht zittrigen Fingern, den gepolsterten Umschlag.

2 rote Tüten mit spannendem Inhalt

Inliegend befangen sich 2 rote Tüten, die ich bisher auch noch von keinem Lieferanten gesehen habe . Der Aufkleber auf der Rückseite der Tüten brachte allerdings Aufklärung – es war die Meisenpost ;) Heute sind meine letzten Freitag ergatterten Wollmeisen bei mir eingetrudelt, eine WD Überraschungstüte und mein ergatterter Rhabarbar.

meine Meisenbeute ;)

Wunderschön sind sie und jetzt schweben wieder die nächsten Fragezeichen über meinem Kopf nämlich, mit Designs, welche ich daraus zaubern werde – hmmmm, gar nicht so leicht. es kribbelt ja, sie anzustricken, aber vorher muß ich die anderen Projekte und die Mützen für Topp abstricken und die offenen Baustellen abarbeiten.

Das war also schon mal ein guter Einstieg. ;) Also dachte ich mir, los, her mit dem Kaffee und denn schnell Rechnungen und Pakete fertig machen und dann ran an die Schuhe…. Ich habe es mal wieder geschafft einen richtig schönen Milchschaumberg hinzubasteln, der stand so ab, daß er mir beim rausholen aus der Maschine tatsählich oben eingerissen ist (ein sehr schmerzlicher Verlust!!!) Naaaa gut, damit konnte ich dann grad noch leben. Also Computer auf und losgelegt, aber erst mal noch die schönen Meisen betrachtet und ein Schlückchen vom Latte genommen.

der Megaschaum - merke! Saure Milch schäumt gut und steht wie Sahne ;)

Mmmmmmh jaaaaa, irgendwie schmeckte der komisch und so schob ich mal meine Milchschaumberge beiseite, um mir anzuschauen, was drunter los ist und …….. die Milch war ausgeflockt – sprich sauer. :S Das wars dann also mit meinem Megakaffee, schade eigentlich, der Schaum war schon echt Hammer! Was lernen wir daraus? Saure Milch schäumt super, wird bildet einen richtig festen Schaum und steht wie Ast! Man sollte also mißtrauisch werden, wenn der Schaum so easy perfekt wird :mrgreen: – blieb nur noch entsorgen und einen neuen machen – diesmal schwarz, um auf nummer Sicher zu gehen.

Ok also mit schwarzem Kaffee Rechnungen und Pakete fertig gemacht und dabei fast meine Einrichtung eingerissen, weil ich immernoch keine Regale habe und hier über Kisten steigen muß…. Als alles erledigt war, sollte es dann endlich an die Bettschuhe gehen, die ich ja gestern Abend schon 2 Mal bis zu den Bändern gestrickt habe. Beim ersten Mal, hatte ich festgestellt, daß ich ganz vergessen habe daß ich ja die doppelte Maschenanzahl anschlagen muß und Babyschuhe produziert hatte, also hab ich gestern Abend gleich noch mal geribbelt und neu gestrickt………

um…………

heute morgen festzustellen, daß ich offenbar nicht mehr in der Lage war bis 120 zu zählen, denn bei der Anprobe waren sie doch recht knapp – und nachgezählt mußte ich feststellen, daß ich statt 120 Maschen nur 100 auf der Nadel hatte. :(

Wenn ich nicht gestern Nacht noch extrem versönlich gestimmt worden wäre durch eine Überraschung, die mich absolut geplettet hat, dann wäre an der Stelle der Tag wohl gelaufen gewesen. Zum Glück war er es nicht, denn ich bekam doch glatt gestern Nacht noch eine Nachricht mit ein paar Bildern drin und den Worten, daß betreffende Person nicht viele Große Worte machen möchte und auch gar nicht so viele Wünsche für sich hat und statt dessen eine Lampe gebastelt hat, die sie mit Wünschen für mich bestückt hat. Bilder waren auch dabei, mit der Lampe, die so süß war und so viele gute Wünsche für mich enthielt, daß es mich echt sprachlos gemacht hat (und das kommt total selten vor!) und ich nur da saß, die Tränen der Rührung und der Freude kullerten und der Abend damit für mich gerettet war und auch der heutige Morgen. Da ich nicht weiß, ob ich die Bilder zeigen darf, muß Euch an der Stelle genügen, daß sie einfach schnuckelig ist ;) DANKE!

Nun gut, also noch mal geribbelt und neu gemacht. Und hier kommt sie also die Anleitung zum umkonstruierten Bettschuh aus. Das Original ist auf der Landlust Seite zu finden und downzuloaden.

Ich habe das Originalgarn genommen, Schachenmayr Extra Merino, somit stimmen also meine Zahlen auch mit denen der Landlust überein, falls Du ein anderen Garn mit weniger Maschen nimmst, dann muß die Maschenanzahl auf jeden Fall durch 4 teilbar sein. Es werden 128 Maschen im Achteranschlag angeschlagen, wer den Achteranschlag nicht mag, der macht eine Luftmaschenkette mit 64 Maschen und nimmt oben und unten aus der Kante die Maschen auf, so daß man 128 Maschen auf der Nadel hat.

der Achteranschlag für die Bettschue, so kann ich Nahtfrei von der unteren Fußmitte beginnen

Nun startet man direkt damit fröhlich in Runden im Grundmuster 2 M rechts, 2 M links zu stricken, die Runde beginnt allerdings mit 1 M rechts und endet mit 1 M rechts!!! So wird garantiert, daß eine rechte rippe genau an den Kanten liegt.

deutlich zu erkennen die rechte Rippe an der Kante bildet eine kleine Ecke

Wenn man insgesamt ca 7,5 cm Höhe auf einer Seite hat (macht komplett circa 15 cm wenn man einmal um die Höhe des Schuhs herum mißt). Das waren in meinem Fall 25 Runden. Sind die bewältigt, so markiert man sich mittels einem Maschenmarker die vordere und hintere Mittelrippe, das ist eine rechte Rippe jeweils die recht leicht zu erkennen ist.

Diese beiden Mittelrippen bilden später unsere Randmaschen und werden nicht reduziert. In der folgenden Runde stricke ich jeweils 2 M rechts und 2 M links zusammen, so daß man am Ende nur noch bis auf die 2 Mittelmaschen je 1 M re und 1 M links hat (= 66 Maschen). Jetzt wird nicht mehr in Runden weiter gestrickt, sondern in Hin- und Rückreihen. Die Reihen werden immer rechts gestrickt, so daß sich krausrippen ergeben. Die Arbeit wird an der hinteren Mittelrippe geteilt, so daß die erste rechte Masche eine Randmasche ergibt und die letzte rechte Masche bildet die andere Randmasche.

zu sehen, die hintere Mitte, an der die Arbeit geteilt wird

Nun strickst Du die Randmasche (RM) rechts, dann 2 M rechts zusammen, dann strickst Du rechts bis 3 Maschen vor dem Mittelmarker, dort 2 M rechts zusammenstricken, 1 M rechts, Marker heben, 1 M rechts, 2 M rechts zusammenstricken, rechte Maschen stricken bis 3 M vor dem Ende, 2 M rechts zusammenstricken, Randmasche rechts stricken, wenden. (4 Maschen weniger)

die vordere Mitte, an der ich abnehme

Diese Reihe wiederholst Du nun insgesamt 7 Mal, also bis auf der Vorderseite 4 Krausrippen zu sehen sind (in jeder Reihe wird um 4 Maschen reduziert, es verbleiben insgesamt 34 Maschen). Dann wird die Arbeit erneut geteilt am Mittelmarker. Eine Seite der Maschen legst du auf einer 2. Nadel still (17 Maschen). Nun strickst du weiter über die Hälfte der Maschen und arbeitest deine Abnahmen am Anfang und am Ende der Reihe, so lange bis noch 6 Maschen übrig bleiben.

hinten die komplette Reduzierung auf 6 M vorn, die stillgelegten Maschen

Über diese 6 Maschen strickst Du nun in Krausrippen 60 Reihen (=30 Krausrippen) und kettest dann ab. Danach nimmst Du die Maschen, welche Du stillgelegt hast wieder auf und strickst dort weiter ebenfalls mit den Abnahmen am Anfang und Ende der Reihe bis 6 Maschen übrig bleiben. Hier strickst Du dann zunächst nur 52 Reihen, arbeitest dann ein Knopfloch, indem Du in der nächsten Reihe 2 M zusammenstrickst, 2 Umschläge machst und wieder 2 M zusammenstrickst, die Umschläge strickst Du in der Folgereihe verschränkt ab und hast somit wieder 6 Maschen auf der Nadel. Nach den 2 Knopflochreihen strickst Du noch weitere 8 Reihen und kettest ab. Fäden vernähen – Fertig ;)

ein Band ist fertig, nun macht man auf der anderen Seite weiter

Ich habe mich entschieden, daß ich keinen Knopf will und auch so in die Schlaufe rein komme, also habe ich insgesamt 110 Reihen kraus gestrickt (55 Krausrippen) und habe danach am Ende und am Anfang jeder Reihe eine Masche zugenommen, bis ich wieder 17M auf der Nadel hatte. Dann habe ich mir die Schlaufe so gelegt, wie sie auch über dem Fuß liegen würde und schließlich die beiden Seiten im Maschenstich ohne Nähnadel zusammengestrickt. Fertig ;) Heute Abend habe ich auf jeden Fall warme Füßchen im Bette ;)

 

ich hab bis zur anderen Seite rüber gestrickt und dann die offenen Maschen im Maschenstich ohne Nähnadel zusammen genommen

und das ist das fertige Werk, sieht 100% aus wie das Original, nur spart man sich die Näherei ;)

Ich wünsch Euch viel Spaß beim ausprobieren und nachmachen, ich schnapp mir jetzt noch ein Gläschen Wein und meine Socken, damit ich Euch die neue Ferse präsentieren kann und dann warte ich mal, ob heute jemand singt :mrgreen: