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Da haben wir es mal wieder den Salat. Frauen sind ja Multitasking-fähig aber ich scheine und unbändiges Talent dazu zu haben alles auf einen Haufen zu machen (dabei teile ich es doch immer sooo schön auf) und mich selbst bis auf die Knochen zu blamieren….

Aber mal ein wenig sortiert für alle, die nich meiner FB Gruppe angehören…

Ich hab es endlich geschafft, mein grünes Teil anzustricken, was ich die ganze Zeit schon machen wollte, bis mir das Muster aber endlich gefallen hat hab ich 4 Mal getrennt und neu gestrickt, nun wächst es aber endlich. Eigentlich wollte ich das übers Wochenende fertig bekommen, denn ich hab ja für dieses Wochenende schon das Fotoshooting angesetzt und da soll das mit abgelichtet werden – aber was soll ich sagen – von der ganzen Trennerei kommt es immer anders als man denkt..

Da war zunächst Mamas Geburtstag zu dem ich gefahren bin am Wochenende und dachte, ich hab genug Zeit, jaaaaa, die wär auch da gewesen, wenn ich nich 4 Stunden im Stau gestanden hätte (wenigstens hat es sich mein kleiner Schulterschlumpf bequem dabei gemacht) und dann bei Mama nicht 2 Stunden gebraucht hätte, um mich endlich für nen Apfelbaum zu entscheiden… Dazu noch die Trennerei und wie man sieht heut is Mittwoch und ich hab grad mal 15 cm.

Dazu kommt dann, daß nun ein Bekannter vorbei gekommen ist endlich meine Küche zu streichen, was ich schon seit 2 Wochen Tag um Tag verschiebe, weil ich entweder im Einsatz war oder Bindehautentzündung hatte oder oder oder.

Nun, heute wollte ich es nicht verschieben, obwohl ich für ne Freundin ne Waschmaschine abholen mußte (was echt Stunden gedauert hat – blöder Berliner Verkehr, ich saß echt im Auto und hatte das Lenkrad zwischen den Zähnen und außer blöden Sprüchen und gemeinen Spitznamen fiel mir nich viel ein.

Der Zustand meiner Küche läßt auch wenig auf Effizienz vermuten, Chaos Sylvie halt, steht morgens stolz wie Bolle da, weil sie alles ausgeräumt hat und alles vorbereitet is – Deeeeeeeeenkste. Als er kam fing er erst mal an mir noch ne Tonne Sachen in die Hand zu drücken und jetzt sieht mein Wohnzimmer wieder aus, als wäre ich gerade frisch eingezogen :( wenn ich mir überleg, daß ich das alles wieder einräumen muß, wo ich doch jetzt schon nimmer weiß, wie ich dem Tag noch ein paar Stunden dazu mogeln kann, wird mir ganz anders.

Ich glaub ich muß mal echt zu nem Schönheitchirurgen – was der Wohl sagt, wenn ich noch 2 Arme mehr dranplantiert haben möchte? Der schaut bestimmt wie er hier :shock: . Aber ich mein, es gibt ja die Aberwitzigsten Operationen, oder?

Blacky

Na, weil das Chaos bisher ja noch nich genug ist, sind dann heut auch noch 2 süße kleine Pflegekinder bei mir eingezogen. Pünktchen und Blacky. 2 Kleine Welpies, die heut Nacht die Polizei nem Verkäufer abgenommen hat, weil einer davon schon schwer krank ist und 2 von denen schon gestoben sind an Parvo. Tja, Pünktchen is noch krank und brauch Ruhe, wohingegen Blacky um so mobiler is und hier durch mein Chaos flitzt und des noch Chaotischer macht. Na, was solls hab ja sonst nüscht zu tun. Die kleine fegt hier durch die Gegend, spielt mit meinem Schulterschlumpf und Vampirellchen und schreit mich an, wenn sie genug gespielt hat, damit sie auf dem Schoß kommt. Und ich muß sagen, sie is echt hartnäckig, gibt keine Ruhe bis sie ihren Willen bekommen hat.

Pünktchen

Klein Pünktchen is auch so ein Grinsehund, wie meine Langzugen-Vampirella. Ich muß mir Mühe geben, das auf ein Foto zu bekommen, ich find die kleine jetzt schon Kult.

Mann, ob mich in den nächsten Tagen irgendeiner noch mal in einem humanen outfit sieht wage ich zu bezweifeln… Ich seh ja jetzt schon um den Kopf rum aus wie der Bär ums Skrotum und des wird einfach nich besser. Wenn ich dran denk, daß ich noch Küche streichen helfen, wieder einräumen Modell Zaunkönigin fertig machen, Fotos, Newsletter, Artikel, und und und machen muß, sollte ich mir vielleicht doch wieder den Aluhut aufsetzen, der sieht zwar bekloppt aus, aber wenigstens halten die Leute mich dann für ne arme Irre und nich für nen asozialen Looser. So wie ich grad ausseh glaubt mir keiner, daß ich Designer bin – so wie damals als ich aus der Mülltonne schaute – aber das ist eine andere Story.

Der Aluhut – ach ja, den sollte ich doch noch aufklären – tja, beängstigenderweise – und Künstler sind schnell beängstigt – kommt Herr Häkelmode ständig auf die gleichen Ideen wie ich. Ob es da eine kosmische Verbindung gibt? Oder kann er Gedanken lesen? Jaaaaa, also Alufolie soll ja schützen vor Radarablesungen und Datenklau – also hab ich doch schon öfters von mir gegeben spaßeshalber, daß ich hier die ganze Zeit mit nem Aluhut rumrenn würd und meine Nachbarn sich schon dran gewöhnt haben. Nun ja, als es dann irgendwann (hat ja so kommen müssen) die Bemerkung gab, daß man das mir nich glaubt und sehen will, bin ich in einem Anfall von nächtlicher Albernheit und Was-Weiß-Ich-Für-Einem-Wahn in die Küche gerannt, hab mir ein Stück Alufolie geschnappt und mir den albernsten Hut des Jahrhunderts auf den Kopf gesetzt und das dann auch noch bei FB gepostet. Noch während ich es reingepackt hab, hab ich Tränen gelacht und mich am Boden gekugelt.

Wie das aber immer so ist mit solch Bekloppen situativ bedingten Wahnausbrüchen, wachte ich am nächsten Morgen auf und dachte mir -”Erdloch tu Dich auf und verschling mich einfach bitte”  - hatte ich das wirklich getan? FB Check – jaaaaa, ich hatte – wo ist mein Loch? Ok, ok, Löschen wär blöd, sonst fällt des noch mehr auf, also einfach alle älteren Beiträge einmal kommentiert, damit das Ding in den Analen der FB Archive landet. Nur hab ich da leider nicht mit ein paar hartnäckigen Fans gerechnet, die das immer wieder herausgepopelt und nach oben geschoben haben MEHRFACH!!!!!!!! :shock:

Schockschwerenot – und an dem Tag gab es auch noch direkt ca 20 Neuzugänge in der Gruppe – einige davon sind direkt wieder verschwunden, die wußten beim kommen, daß wir nich alle Latten am Zaun haben – aber bei dem Anblick ganz oben waren die sicher der Meinung, wir haben gar keine Latten mehr am Zaun und haben sich gleich verkrümelt.

Nun gut, die Überlegung dies nun auch als Bild von mir als Designer auf der Häkelmode CraSy Seite zu nehmen, war mir dann doch etwas zu heikel und ich habs denn gelöscht – und siehe da, die Neuen blieben. Puuuuuuh, ich hoffe, es ist bald vergessen….

So nun aber ran an die Nadeln damit ich das alles schaff, mir stehen ja schon beim lesen der To Do Liste die Schweißperlen auf der Stirn….

 

 

Heimfahren – was ist das eigentlich? Wo ist denn Zuhause? Ist es da wo man seinen Lebensmittelpunkt hat? Da, wo die Familie ist? Da wo dein Herz ist?

Heute schwirren eine Menge Fragen durch meinen Kopf. Schon beim packen war mir recht mulmig zumute. 11 Tage “zu Hause” im Mütterlichen Schoß, im Haus meiner Eltern, wo ich aufgewachsen bin. Schön, ein bissel verwöhnt, 3km Wolle habe ich verstrickt in der Zeit, den Garten und die Sonne genossen, meinen Onkel besucht, Appelstrudel gebacken und mich an früher erinnert – und dann war es auf einmal vorbei. Die Zeit war rum und ich mußte zurück, mein Magen krampfte sich zusammen, kann doch nicht sein, daß es schon so schnell vorbei ist. Auch wenn es immer anstrengend wird, wenn Mama und ich länger zusammen sind und wir uns dann ankeifen, so hab ich sie doch megalieb und vermisse sie schon, bevor ich gefahren bin. Sie ist meine Mama – irgendwo hab ich mal nen Film gesehen, da hieß es “Die Mutter ist Gott in den Augen ihres Kindes” – wie recht sie haben… Und auch wenn wir uns ankeifen und ich ihr manchmal gern diverse Dinge an den Kopf schmeißen möchte, so würde ich doch immer jede Distanz überwinden, wenn sie mich braucht.

Zu allem Überfluß kamen noch Vera und Uwe vorbei, den Sack voller Grillsachen, um mit uns in den Mai zu feiern und ein wenig abzulenken. Tja, aber ich mußte doch zurück, die Vereinsgründung stand an. Ich hab wirklich mit mir gehadert, ob ich erst einen Tag später fahre oder nicht, die vertraute Umgebung, das Heim, die Geborgenheit, die Sonne, die Freunde, der Abend, der is Aussicht stand und der Ausdruck auf dem Gesicht meiner Mom…. Aber letztlich siegte doch mein Pflichtgefühl und ich fing an zu packen und fuhr mein Auto aus der Garage um einzuladen.

Kaum aus der Garage raus ging es auch schon los, ein Blick über den Hof, in dem ich meine Kindheit verbracht habe und an dem sooooo viele Erinnerungen hängen, wie ich rumtollte, mit dem Hund meiner Geschwister, wie ich gelernt habe Fahrrad zu fahren, wie mir mein Bruder beigebracht hat Moped zu fahren und mich dabei vor dem Crash mit dem Zaun gerettet hat und dann meine Mama, die da steht und auch nich gerade glücklich guckt, weil sie nun in dem großen Haus wieder alleine ist – und schon kullerten die Tränen (tun sie jetzt auch schon wieder, man verzeihe mir also Schreibfehler, is alles grad bissel verschwommen).

Na gut, tief eingeatmet, Mama geknuddelt und Zähne zusammengebissen, damit ich nicht gleich Sturzbäche heule und wegen Dehydration noch ins Krankenhaus muß, und raus aus dem Auto und Sachen reingestellt. Mein Dackelchen saß auch da und wußte nicht, ob er lieber mit mir mitkommt oder lieber die Freiheit im Hof genießt – ich hab mich entschieden im den hof zu gönnen, er liebt es doch zu flitzen und seine Freiheit zu haben – schnief.

Dann ein letzter Blick zurück und losgefahren, zurückgeblickt und gewunken, bis ich um die Kurve war und außer Sichtweite. Also los, rauf auf den Highway, konnte ja nix weiter passieren diesmal, denn getankt hatte ich schon und die Straßen waren weitestgehend frei. Schließlich wurde ich ja auch schon in Berlin erwartet.

Unterwegs schaute ich dann auf die leere Straße, die Sonne wurde langsam rot und sank immer tiefer, im Radio noch ein kurzer Bericht über William und Kate und dann der Song 

…………..und meine Gedanken wanderten. Ich war wieder klein und träumte davon vom Prinzen in der silbernen Rüstung aus meinem Turm erobert zu werden “I´d say love will keep us from pain” jaaaaa, bitte! – ich war 18 und ich träumte immernoch vom weißen Ritter, der mich auf Händen trägt und mir die Welt zu Füßen legt “I would promise you all of my life and loose you would cut like a knife” *schnief* jaaaa, bitte sag das doch auch mal einer zu mir- ich war 25 und hatte den glauben nicht verloren, daß er noch irgendwo rumschwirrt “Cause I’ve never come close in all of these years,
You are the only one to stop my tears, And I’m so scared, I’m so scared ” *Rotz und Wasser heul* wo isser, der meine Tränen stoppt? Wo isser? Und Angst, ja, Angst, daß er nie kommt – 34 sag ich nur und Single …………….

Plötzlich wurde ich aus meinem Schwelgen gerissen, weil ich in den Rückspiegel guckte und sah, daß mir ein Autofahrer hinten so dich  raufgefahren ist, daß man nicht mal mehr seine Scheinwerfer sehen konnte – hat der denn noch nix gehört von mit Abstand sicherer? Die Straße war frei, ich fuhr 140 und er definitiv zu dicht an mir. Vollhonk! Rechts neben mir n Rudel LKW´s ich konnte ihn also nicht mal vorbei lassen.

Was solls, die Realität hatte mich wieder und in meinem Kopf waren wieder die Fragen – ich werd 34 jetzt, der weiße Ritter war immernoch nicht da, es war ja noch nich mal einer da, der es länger als 6 Monate mit mir ausgehalten hat. Der weiße Ritter wird wohl nicht mehr auftauchen, aber vielleicht taucht irgendwann einer auf, der es mit mir aushält. Und nun, nun fuhr ich nach Hause, aber war es wirklich mein Zuhause oder nur meine Wohnung? Wo ist mein Zuhause? Bei meiner Mama? Bei meiner Familie? –  äh ja, is ja nur mein Kind. In Berlin?

Berlin, meine große Liebe, ich mag diese Stadt einfach, das Landleben ist schön, aber hier blühe ich auf, und gehe wieder ein, dann brauch ich wieder ein wenig Landluft aber nur nicht zu lang, sonst steh ich wieder wie einst auf dem Bürgersteig und schreie in die Welt, daß ich es in der Pampa einfach nicht mehr aushalte….

Wie hab ich mich doch auf meine Terrasse gefreut, meine Hollywoodschaukel wieder (Mama muß sich unbedingt auch wieder eine anschaffen), es mir hier hübsch machen, die Sonne genießen, draußen sitzen und stricken. Aber auf der anderen Seite wartet ja hier keiner auf mich, der mich begrüßt. Wer kocht mir denn nun meinen Guten-Morgen-Kaffee? Wer krault mir abends meine Füße? Und wer krault mir morgens ne halbe Stunde lang meinen Rücken? Ooooooooooch hab ich das genossen, ein wenig aufgetankt, muß jetzt reichen für ne Weile. Vielleicht kann ich mein Kind ja dazu bewegen ab und zu auch mal – schließlich muß ich sie ja auch immer stundenlang kraulen. Wehmütig, weil ich nun wieder allein bin und meine Kindheit und meine Heimat wieder hinter mir gelassen hab kam ich dann in Berlin an, ging zu meinem Treffen (über welches ich hier heute mal nicht berichten will) und kam dann so gegen 23 Uhr endlich zu Hause an.

Unterwegs habe ich noch die “Freundin” angerufen, die meine Blumen gießen sollte, sie sagte, sie hat nur 2 Mal gegossen, weil die noch feucht genug waren. Das sah dann so aus:

Also weißt Du, feucht is, wenn man Wasser spürt aber nicht, wenn sie der Erdrand schon verkrustet und vom Topfrand löst zu einer Versteinerung mutierend, die die Wurzeln hält. BOOOOOOAAAAAH war ich geladen. Also ehrlich gegossen sieht doch anders aus. MEINE Pflanzen, die ich mit Mühe pflege und erhalte!!!!!!! Nun gut, wenn sie wenigstens gesagt hätte, daß sie es vergessen hat, dann wäre ich zwar sauer gewesen, aber das wär auch irgendwann auch vorbei. Nur, mir diese niedere Intelligenz zu unterstellen, daß ich nicht merken würde, daß da niemand gewesen ist, wenn meine Pflanzen so aussehen, is ja wohl wirklich nich ihr Ernst. Bei mir steht auf Lügen die Höchststrafe, was dann heißt, daß sie die längste Zeit meine Freundin gewesen ist. Das wars dann, solche Leute brauch ich nicht, das zeugt nicht gerade vor Respekt.

Mittlerweile ist es 8 Uhr morgens, ich hab dann noch telefoniert, die ganze Nacht durch, mußte den gestrigen Abend noch auswerten und meine Heimkehr hier und den Zustand, den ich vorgefunden habe. Ich werde ausnahmsweise mal nicht zur Kirche gehen, sondern schauen, was ich von meinen Pflanzen noch retten kann und meine Wohnung auf Fordermann bringen. Ich brauch Veränderung, frischen Wind. Wenn ich es schaffe stricke ich noch mein Oberteil zuende und setz mich an die Anleitung, das sollte dann ja genügen als Pensum. Jetzt auf jeden Fall erst einmal ne Stunde aufs Ohr legen und nachher neu starten.

Nun, meinem gestrigen Bericht habt ihr ja sicherlich entnommen, daß ich in den Osterurlaub zu meiner Mom fahren wollte. Selbiges hab ich auch getan, aber diese 160km waren so unglaublich, daß ich Euch diesen Reisebericht einfach nicht vorenthalten möchte – ob die Leute über die Ferien ihr Hirn ausschalten frag ich mich dabei manchmal….

Ich wollte also los, hab morgens noch die restlichen Sachen gepackt, dabei hat es meine Tochter fertig gebracht, meine benötigte Häkelnadel zu versaubeuteln und mein Maßband zu zerstören :( . Da mein Auto leicht komische Geräusche machte mußte ich also zunächst in der Werkstatt vorbei. Der Mechaniker berichtete mir, daß es “nur” das Radlager sei und daß ich aber fahren kann, vorsichtig fahren soll und wir machen das nach den Ferien.

Nun gut, also auf – mein Tank meldete sich auch umgehend und so wollte ich tanken – in Berlin, Deutschlands Haupstadt!!! – tja, komisch ist ja immer, daß pünktlich zu den Ferien die Spritpreise steigen und es jedes Mal Begründungen dafür gibt, die rein gaaaar nichts mit den Ferien zu tun haben. :mad: Ich steuerte also die günstigste Tankstelle an, die sich auf dem Weg befand, fahr dort vor, da stand in der Einfahrt schon ein freunlicher Mitarbeiter, der mir erklärte, daß (es war mittags um 12, Ferienanfang!!!!) daß gerade eben das Softwaresystem aktualisiert wird und daher Tanken für eine halbe Stunde nicht möglich sei. Nun gut, ich also weitergefahren, um die Tankstelle nebenan zu nutzen mußte ich leider raus fahren und wenden, also tat ich das – nur leider kann man an der Stelle kilometerweit nicht wenden stellte ich fest. Also dachte ich, ich fahr links rein und wende in der kleineren Straße – naja, auf die Idee sind wohl schon ein paar mehr Leute gekommen, denn da war ein ellenlanger Ampelstau. Da ich mich dort nicht einreihen wollte, dachte ich, ich fahr weiter, links in die nächste Straße, quasi einmal um den Block. Tja, damit war leider nix weil überall Baustellen waren, also weitergefahren, irgendwo mußte ja wohl eine Tanke kommen.

Irgendwann landete ich dann ohne Tanke an einer Stadtautobahnauffahrt. Da dachte ich mir, ich schalte mal mein Navi an und befrage das nach einer Tanke – es zeigte mir eine an in 1,2 Kilometer – super, denn mein Auto piepte mittlerweile schon wehement weil es schon im Reservebereich war. Also wählte ich die Tanke an und fuhr in die Richtung, es sagte rauf auf die Autobahn und zeigte dann 10km und 20 min Fahrt an :shock: Hääääääää? Das waren doch eben noch 1,2??? Da ich nun auf der Autobahn war, also neuer Versuch, nun die Ansage von 2,3 km, wählte ich wieder an und als es dann umgeschaltet war erzählt es mir was von 15km und weiteren 20 Minuten – und mein Auto piepte wieder nach Futter.

Also nächste Abfahrt runter, irgendwo muß doch was zu finden sein – aber nein, niemandsland. Ich fand dann tatsächlich eine Radfahrerin, die sich dort hin verirrt hatte. Ich wollte sie fragen, aber sie ignorierte mein freundliches “Halllllloooooooo-o” leider so lange, bis ich sie fast auf dem Bürgersteig auf dem sie fuhr über den Haufen gefahren hatte. Auf die Frage nach ner Tanke schickte sie mich in die Wüste – und schon wieder eine gesperrte Straße – und mein Auto piepte wieder nach Futter (ich hab mich schon mit dem Kanister laufen sehen).

Ich nahm dann eine andere Straße und fand mich nach ein paar Minuten Blut und Wasser schwitzend auf einer Straße die ich kannte. Da war eine Tanke, das wußte ich – puuuuuuh. Also hin da un mit dem letzten Tropfen rauf auf die Tanke, dabei war dann auch noch ein Autofahrer so schlau, die Einfahrt zuzustellen, weil er an der roten Ampel stand. Da ich nun etwas genervt war meckerte ich bei offenem Fenster vor mich hin, daß man ja Einfahrten frei läßt. Darauf lästerte ein anderer Autofahrer neben mir zurück, ob ich denn nicht gesehen habe, daß dort eine durchgezogene Mittellinie sei und ich da nich drüber fahren darf – ja, soll ich denn mein Auto auf die Tanke tragen oder was??????

Endlich drauf, endlich getankt für 5 Cent mehr als überall anders flog mir dann noch die Hälfte meines Krams aus dem Auto, was ich mit einem lauten “wuaaaaaaaaaaaaa, das ist einfach nicht mein Tag” begleitete und von sämtlichen Leuten angeglotzt die Tanke verlassen wollte. Die Ausfahrt wurde leider von einem Liefer-LKW blockiert, den ich gern mit meinem Expace weggeschoben hätte. Da ich keinen Bock mehr hatte zu warten bin ich dran vorbei gefahren, die Kinnladen der umstehenden lagen auf dem Boden, denn ich hatte rechts und links nur je 5mm Platz, war aber egal, ich fahr ja keinen Panzer also durch da. Luft mußte auch noch auf die Reifen, das Sch…. Luftdingens war auch alle und der Schlauch blieb leider nicht auf dem Ventil, weil die Klemme kaputt war. Da stand zum Glück grad einer, den ich in recht barschem Ton darum bat doch 2,3 Bar auf die Räder zu pumpen, während ich halte. Er wollte mir das mobile Luftdinges andrehen, da wurden meine Augen ziemlich groß, ich kniff die Zähne zusammen, mein Kind zog schon den Kopf ein und ich knirschte – “Das is  A L L E E E E E E E E. Daraufhin sagte er nichts mehr, wartete stillschweigend bis ich den Nippel angesetzt hatte und pumpte stillschweigend, brav und devot. – Geht doch! Er erntete noch ein gequältes Dankeschön und ich zog von dannen. Die ganze Sucherei dauerte geschlagene 45 Minuten – mit leerem Tank – in der Großstadt – ohne Worte!

Auf der Autobahn begegnete ich dann noch ein paar kleinen Autos, die der Meinung waren, daß ein 7 Sitzer Bus – den ich fahre – unsichtbar und so klein ist, daß man den ruhig ignorieren kann – ich sachs ja in den Ferien verreisen die wohl ohne Hirn. Irgendwann kam ich dann auch zu Hause an, noch ein paar Autos ausweichend, die dringend die Spur wechseln mußten in dem Glauben – wenn ein dunkelblaues Auto auf ein anderes dunkelblaues Auto trifft sieht man bestimmt keine Kratzer, also kann ich ruhig nach links ziehen, wenn der andere dort schon auf der Spur ist…. – noch mal ohne Worte.

Zu Hause angekommen gabs natürlich erst mal was leckeres zu Essen von Mama und dann noch mal die Anprobe meines bisher gestrickten Teils. Ja, was soll ich sagen So:

sieht es aus, wenn man versucht schlauer zu sein als man selbst. Ich folge jetzt wohl mal dem, was ich schon mal ausgefeilt hatte und setz mich strickend in den sonnigen Garten und schau mal, ob ich wenigstens noch den Hauch einer Chance bekomme wenigstens nicht so weit hinter Nina hinterherzuhinken. Zum Glück bleibt mir hier der Haushalt erspart, das macht Mama ;)