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Nun, meinem gestrigen Bericht habt ihr ja sicherlich entnommen, daß ich in den Osterurlaub zu meiner Mom fahren wollte. Selbiges hab ich auch getan, aber diese 160km waren so unglaublich, daß ich Euch diesen Reisebericht einfach nicht vorenthalten möchte – ob die Leute über die Ferien ihr Hirn ausschalten frag ich mich dabei manchmal….

Ich wollte also los, hab morgens noch die restlichen Sachen gepackt, dabei hat es meine Tochter fertig gebracht, meine benötigte Häkelnadel zu versaubeuteln und mein Maßband zu zerstören :( . Da mein Auto leicht komische Geräusche machte mußte ich also zunächst in der Werkstatt vorbei. Der Mechaniker berichtete mir, daß es “nur” das Radlager sei und daß ich aber fahren kann, vorsichtig fahren soll und wir machen das nach den Ferien.

Nun gut, also auf – mein Tank meldete sich auch umgehend und so wollte ich tanken – in Berlin, Deutschlands Haupstadt!!! – tja, komisch ist ja immer, daß pünktlich zu den Ferien die Spritpreise steigen und es jedes Mal Begründungen dafür gibt, die rein gaaaar nichts mit den Ferien zu tun haben. :mad: Ich steuerte also die günstigste Tankstelle an, die sich auf dem Weg befand, fahr dort vor, da stand in der Einfahrt schon ein freunlicher Mitarbeiter, der mir erklärte, daß (es war mittags um 12, Ferienanfang!!!!) daß gerade eben das Softwaresystem aktualisiert wird und daher Tanken für eine halbe Stunde nicht möglich sei. Nun gut, ich also weitergefahren, um die Tankstelle nebenan zu nutzen mußte ich leider raus fahren und wenden, also tat ich das – nur leider kann man an der Stelle kilometerweit nicht wenden stellte ich fest. Also dachte ich, ich fahr links rein und wende in der kleineren Straße – naja, auf die Idee sind wohl schon ein paar mehr Leute gekommen, denn da war ein ellenlanger Ampelstau. Da ich mich dort nicht einreihen wollte, dachte ich, ich fahr weiter, links in die nächste Straße, quasi einmal um den Block. Tja, damit war leider nix weil überall Baustellen waren, also weitergefahren, irgendwo mußte ja wohl eine Tanke kommen.

Irgendwann landete ich dann ohne Tanke an einer Stadtautobahnauffahrt. Da dachte ich mir, ich schalte mal mein Navi an und befrage das nach einer Tanke – es zeigte mir eine an in 1,2 Kilometer – super, denn mein Auto piepte mittlerweile schon wehement weil es schon im Reservebereich war. Also wählte ich die Tanke an und fuhr in die Richtung, es sagte rauf auf die Autobahn und zeigte dann 10km und 20 min Fahrt an :shock: Hääääääää? Das waren doch eben noch 1,2??? Da ich nun auf der Autobahn war, also neuer Versuch, nun die Ansage von 2,3 km, wählte ich wieder an und als es dann umgeschaltet war erzählt es mir was von 15km und weiteren 20 Minuten – und mein Auto piepte wieder nach Futter.

Also nächste Abfahrt runter, irgendwo muß doch was zu finden sein – aber nein, niemandsland. Ich fand dann tatsächlich eine Radfahrerin, die sich dort hin verirrt hatte. Ich wollte sie fragen, aber sie ignorierte mein freundliches “Halllllloooooooo-o” leider so lange, bis ich sie fast auf dem Bürgersteig auf dem sie fuhr über den Haufen gefahren hatte. Auf die Frage nach ner Tanke schickte sie mich in die Wüste – und schon wieder eine gesperrte Straße – und mein Auto piepte wieder nach Futter (ich hab mich schon mit dem Kanister laufen sehen).

Ich nahm dann eine andere Straße und fand mich nach ein paar Minuten Blut und Wasser schwitzend auf einer Straße die ich kannte. Da war eine Tanke, das wußte ich – puuuuuuh. Also hin da un mit dem letzten Tropfen rauf auf die Tanke, dabei war dann auch noch ein Autofahrer so schlau, die Einfahrt zuzustellen, weil er an der roten Ampel stand. Da ich nun etwas genervt war meckerte ich bei offenem Fenster vor mich hin, daß man ja Einfahrten frei läßt. Darauf lästerte ein anderer Autofahrer neben mir zurück, ob ich denn nicht gesehen habe, daß dort eine durchgezogene Mittellinie sei und ich da nich drüber fahren darf – ja, soll ich denn mein Auto auf die Tanke tragen oder was??????

Endlich drauf, endlich getankt für 5 Cent mehr als überall anders flog mir dann noch die Hälfte meines Krams aus dem Auto, was ich mit einem lauten “wuaaaaaaaaaaaaa, das ist einfach nicht mein Tag” begleitete und von sämtlichen Leuten angeglotzt die Tanke verlassen wollte. Die Ausfahrt wurde leider von einem Liefer-LKW blockiert, den ich gern mit meinem Expace weggeschoben hätte. Da ich keinen Bock mehr hatte zu warten bin ich dran vorbei gefahren, die Kinnladen der umstehenden lagen auf dem Boden, denn ich hatte rechts und links nur je 5mm Platz, war aber egal, ich fahr ja keinen Panzer also durch da. Luft mußte auch noch auf die Reifen, das Sch…. Luftdingens war auch alle und der Schlauch blieb leider nicht auf dem Ventil, weil die Klemme kaputt war. Da stand zum Glück grad einer, den ich in recht barschem Ton darum bat doch 2,3 Bar auf die Räder zu pumpen, während ich halte. Er wollte mir das mobile Luftdinges andrehen, da wurden meine Augen ziemlich groß, ich kniff die Zähne zusammen, mein Kind zog schon den Kopf ein und ich knirschte – “Das is  A L L E E E E E E E E. Daraufhin sagte er nichts mehr, wartete stillschweigend bis ich den Nippel angesetzt hatte und pumpte stillschweigend, brav und devot. – Geht doch! Er erntete noch ein gequältes Dankeschön und ich zog von dannen. Die ganze Sucherei dauerte geschlagene 45 Minuten – mit leerem Tank – in der Großstadt – ohne Worte!

Auf der Autobahn begegnete ich dann noch ein paar kleinen Autos, die der Meinung waren, daß ein 7 Sitzer Bus – den ich fahre – unsichtbar und so klein ist, daß man den ruhig ignorieren kann – ich sachs ja in den Ferien verreisen die wohl ohne Hirn. Irgendwann kam ich dann auch zu Hause an, noch ein paar Autos ausweichend, die dringend die Spur wechseln mußten in dem Glauben – wenn ein dunkelblaues Auto auf ein anderes dunkelblaues Auto trifft sieht man bestimmt keine Kratzer, also kann ich ruhig nach links ziehen, wenn der andere dort schon auf der Spur ist…. – noch mal ohne Worte.

Zu Hause angekommen gabs natürlich erst mal was leckeres zu Essen von Mama und dann noch mal die Anprobe meines bisher gestrickten Teils. Ja, was soll ich sagen So:

sieht es aus, wenn man versucht schlauer zu sein als man selbst. Ich folge jetzt wohl mal dem, was ich schon mal ausgefeilt hatte und setz mich strickend in den sonnigen Garten und schau mal, ob ich wenigstens noch den Hauch einer Chance bekomme wenigstens nicht so weit hinter Nina hinterherzuhinken. Zum Glück bleibt mir hier der Haushalt erspart, das macht Mama ;)