Vor ihr im Wasser blickten sie zwei Augen an, die leuchteten wie die Sterne und ein Lächeln, welches heller strahlte als der Mond. Das Gesicht kantig und dennoch makellos. Die sanften Augen blickten direkt in die ihren und fühlten sich an, wie eine prickelnde und zärtliche Berührung. Sie sah, wie sein Lächeln zu einem Grinsen mutierte und spürte, wie ihr Kinn immer tiefer sank. Er ergriff das Wort: „Hier steckst Du also! Ich suche schon so lang nach Dir! Im Versteck spielen bist Du wirklich eine Meisterin!“ Sie spürte, wie ihr Kinn immer tiefer sank und ihr wurde klar, daß sie in seinen Augen ziemlich albern aussehen mußte. Noch bevor sie es schaffte, ihren Mu20140507_085234nd selbst zu schließen erhob er sich weiter aus dem Wasser zu ihr auf den Stein, schob mit seiner rechten Hand sanft ihr Kinn nach oben, um ihren Mund zu schließen und hauchte ihr einen Kuß auf die Wange. „Ich hab Dich vermißt“ sagte er, und sie hörte, wie das Wasser vor Freude gluckste, sah an ihm hinab und erblickte statt Füßen ebenfalls Flossen. Konnte das sein? Wo war sie nur? Völlig egal, wo sie war, es fühlte sich gut an. Irgendwie war sie angekommen. Irgendwie war sie zu Hause. Das Wasser umspielte ihre Flosse wie ein guter Freund, der Wind streichelte ihre Wange, um ihr zu sagen, „Es ist alles ok!“ und so schloß sie die Augen und sank in seine starken Arme und genoß die Geborgenheit.

(…to be continued…)

So ihr Lieben, ihr habt drauf gewartet – hier ist Teil 3 ;) Naaaa? träumt ihr Euch auch schon aus der Welt?

Sie hob ihre Füße aus dem Wasser, aber statt ihrer Füße erblickte sie Flossen! FLOSSEN? Nein! Das konnte nicht sein! Sie fühlte hinab, und war sich sicher, daß ihre Augen sie täuschten. Aber ihre Hände konnten nicht irren, also tastete sie nach ihren Füßen. Doch ihre Hände fanden keine Füße, sie fanden warme, weiche Flossen, die behände und wendig mit dem Wasser spielten und im Licht des Mondes glitzerten und20140507_085245 in vielen Farben schimmerten. Konnte das wirklich sein? Halluzinierte sie? Träumte sie? Was war nur los mit ihr? Das konnte nicht wahr sein! Oder doch? War ihr deshalb das Wasser so vertraut? Fühlte sie sich deshalb schon immer so sehr zum Wasser hingezogen?

In ihrer Verwunderung hob sie den Blick, wieder Richtung Horizont in der Hoffnung danach wieder an sich herunter zu schauen und ihre Füße zu sehen. Ihr Blick schweifte über das Meer immer weiter nach oben, das Ziel war der Mond, der sein Licht silbrig im Wasser brauch. Doch so weit kam sie gar nicht, denn ihr Blick wurde von etwas gefesselt, was nicht sein konnte. Sie erstarrte.

(…to be continued…)

So Mädels, der Teststrick geht gut voran und daher hier Teil 2 der Geschichte von Lorelita:

Sie richtete sich auf, den Rücken kerzengerade, beide Beine nun dicht an sich gezogen, die Füße auf den Felsen gesetzt. Da! DORT! Da war es wieder, dieses etwas, was plötzlich auftauchte, um kurz danach wieder in der Dunkelheit zu verschwinden. Sie beugte sich nach vorn, und sie entdeckte – es war ein…. NEIN, das konnte nicht sein, nicht so weit draußen! Oder konnte es doch sein? War es tatsächlich ein Mensch, der sich so behände bewegte im tiefen, schwarzen Naß? Was war es, daß ihn immer ihren Blicken wieder entzog? War es die Schwärze der Nacht? Oder war es das tiefe und dunkle Meer?

Gebannt saß sie auf ihrem Felsen, jede Sehne, jeder Muskel in ihrem Körper war gespannt, die Augen geschärft und aufs Meer gerichtet. Der Wind blies ihr sanft die Haare ins Gesicht, als wollte er sie ablenken, die Wellen schienen immer noch zu flüstern. Und sie entdeckte – NICHTS. Sie starrte hinaus und es war Nichts da, nur die Schwärze der Nacht, der Wind, der ihre Wangen streichelte und die Wellen, die ihr zuflüsterten.

Langsam entspannte sie sich. Ihre Füße glitten am Felsen hinab, in die dunkle See, die sie zuerst mit der Kälte neckte und kitzelte, um ihre Füße dann erneut mit Wärme und Vertrautheit empfingen. Warum war das Meer so vertraut? Warum wirkte es so wohlig warm? Sie begann erneut, diesmal mit beiden Füßen mit den Wellen zu spielen und zu tanzen. Es war so vertraut, als hätte sie es schon immer getan, wie das Spiel mit einem guten, alten Freund. Und das Wasser antwortete wieder mit einem belustigten Plätschern.

20140508_084728Der Wind streichelte sie einmal mehr und blies ihr die langen Haare ins Gesicht. Sie schloß die Augen und lächelte in sich hinein. „Hallo Wind, du guter alter Freund, wie geht es Dir?“ Er antwortete mit einem weiteren Streicheln über ihre Wange. Sie erschrak und öffnete die Augen  – war das gerade wirklich? Hatte sie wirklich mit dem Wind geredet? Hatte er ihr wirklich geantwortet? Oder war sie einfach nur zu Müde und sollte ins Bett?

Der Tanz mit den Wellen wurde zu einem unsicheren Auf und Ab ihrer Füße und das Plätschern wurde zu einem Glucksen. Sie sah hinunter und – NEIN! das konnte nicht stimmen, das konnte nicht wahr sein! NEIN, NEIN, NEIN!!!

(…. to be continued… )