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Hach……

was soll ich sagen, 2012 im November war mein letzter Beitrag, 2013 ist zumindest hier in kompletter Stille hinüber gegangen und 2014 hat fast scho die Hälfte hinter sich. Aber ich bin noch da und ich war auch die 1,5 Jahre in denen hier die komplette Stille

Tuch Mochica gestrickt von Frauke Goseberg

herrschte natürlich nicht inaktiv, ganz im Gegenteil. Ich habe viele schöne neue Modelle gefertigt, auch ein paar Videos zu Techniken fertig gemacht und obendrein noch ein Startup im Handarbeitsbereich mit 2 Freunden gegründet. Und eben dieses Startup hat auch meine ganze Zeit gefressen und dazu geführt, daß ich hier einfach schwieg. Dennoch war ich wie schon gesagt doch recht kreativ und wer mich kennt, der weiß auch, daß ich recht aktiv bei Facebook war und dort alle auf dem Laufenden gehalten habe ;) Meine Facebook-Gruppe nähert sich nun auch 5000 Mitglieder Marke, was ich natürlich äußerst erfreulich finde und obwohl in meinen kleinen Startup jede Menge zu tun ist, so schaffe ich mir doch wieder langsam Freiheiten und daher möchte ich den schönen Blog hier endlich weiter führen. Über mein Startup berichte ich bei Gelegenheit mal in einem anderen Beitrag, heute soll es aber um etwas anderes gehen – nämlich eine schöne, neue Strickanleitung!

Tuch Mochica gestrickt von Nadine Olischer

Der geneigte Leser und Käufer meiner Anleitungen hat es sicherlich schon entdeckt, daß alle in letzter Zeit entstandenen Anleitungen doch immer mit einer Geschichte geliefert wurden. Warum? Na –  irgendwo her hole ich doch meine Inspiration und da ich eine ziemlich blühende Phantasie habe entstehen während des Strickens auch immer Geschichten in meinem Kopf und ich habe mir gedacht, es ist doch auch ganz kurzweilig die einfach mal zusammen mit den Anleitungen mitzuliefern. So habe ich schon bei der Anleitung zum schönen Tuch Mochica die Wartezeit mit der Geschichte darum verkürzt. Und weil mein neues Tüchlein sich gerade im Teststrick befindet, möchte ich Euch die Wartezeit auf die Anleitung mit der Geschichte versüßen. Natürlich gibt es nicht die ganze Geschichte auf einmal! Wir wollen doch die Spannung behalten. Ihr bekommt also hier bis zur Veröffentlichung der Anleitung die Geschichte in Teilen. Fangen wir also an mit Teil 1 von Lorelitas Traum:

Da saß sie nun. Am Strand auf einem Felsen, seitwärts und sah auf das Meer hinaus. Sie sah, wie die Wellen sich sanft im Licht des Mondes bewegten, auf den Strand zu und doch auch scheinbar wieder zurück aufs Meer. Sie sah, wie das Wasser auf sie zu wogte, sich am Felsen brach und wieder hinaus aufs Meer bewegte, als würde es ihr sagen wollen „Komm zu uns, komm hinaus“. Ihr Fuß dippte ins Wasser, zuckte erschrocken von der Kälte zurück, versuchte es aber gleich noch einmal. Langsam berührte sie mit dem großen Zeh die See, die sie zunächst ka lt kitzelte. Je tiefer sie aber eintauchte,desto mehr empfing sie das Meer mit einer wohligen und verstörend-vertrauten Wärme. Sie beobachtete weiter die Wellen, die nun begannen „Komm zu uns hinaus“ zu flüstern. Dann schaute sie weiter hinaus zum Horizont, der silbrig im Mondlicht glänzte.
Ihr Fuß spielte mit den Wellen, tauchte ein, erhob sich hinaus, wie in einem Tanz mit dem Wasser, welches belustigt plätscherte. Am Horizont im silbrigen Mondlicht erblickte sie etwas und blickte genauer hin, konnte aber nichts mehr erkennen. Sie rieb sich die Augen. Hatte sie sich getäuscht? Da! DA! Dort war es wieder. Ein Punkt, der vermeintlich aus dem Wasser erschien, um dann wieder zu verschwinden. Was war das nur? Es wurde größer, war aber noch immer nicht zu erkennen – kam es etwa auf sie zu? Ihr Herzschlag beschleunigte sich, ihr Fuß beendete den Tanz mit dem Wasser und das Plätschern verstummte. 
 

Soooo, das war Teil 1 ;) ich hoffe, ihr seid gespannt auf Teil 2, der kommt auch bald ;)

 

…. eine Geschichte über menschliche Größe und bestrickende Verbindungen

Zunächst einmal vorausgeschickt, wird Euch der heute Beitrag ein wenig überraschen und manche wohl auch ein klein wenig aus den Socken hauen, ich für meinen Teil freue mich sehr darüber und gebe Euch als Hinweis Euch erst mal folgendes Video zur Einstimmung anzuschauen und auf den Text zu hören! (Ich bin ja überhaupt kein Schlagerfan aber da paßt der Text einfach)

So ihr habt nun also gehört, daß der Text sagt : “Ein Jahr lang war ich ohne Dich, ich brauchte diese Zeit für mich. Kann sein, daß ich ein and’rer bin, als der, der damals von Dir ging…..”

Es ist also Zeit für das bestrickende Märchen vom Schneewittchen….
Es war einmal ein Mädchen, welches gern strickte und auch seine Erfüllung darin fand. Für ihre Eltern war sie immer die kleine Prinzessin. Als kleines Strickliesel unbedarft und fröhlich ging sie ihren Weg und begegnete dabei dem Häkelprinzen.

Der Häkelprinz war vom ersten Moment ganz angetan von der kleinen Strickprinzessin, denn sie verstanden sich sofort gut und waren auf der gleichen Wellenlänge. Beide waren absolut ambitioniert, voller Ideen und Tatendrang. So nahmen sich die beiden gegenseitig bei der Hand und beschlossen gemeinsam die Wege der Wolle zu gehen, die Sonne schien, die Vöglein sangen und lachend und erhobenen Hauptes gingen sie durch die Welt.

Mit viel Spaß und Erfolg waren sie gesegnet, doch wie es in solchen Geschichten immer so ist, gibt es die Widrigkeiten des Lebens, unausgesprochene Befindlichkeiten und auch böse Wollfeen, die den Beiden das Glück nicht gönnten.

Alle Hände voll zu tun, konnten sich die Strickprinzessin und der Häkelprinz nicht mehr gegenseitig festhalten und liefen nebeneinander her, jeder mit seinen Sorgen im Kopf und den Blick zur Erde gerichtet. Darauf hatten die bösen Wollfeen nur gewartet. So sorgten sie dafür, daß der Weg sich gabelte und der Prinz, der die Prinzessin nicht mehr hielt auf der einen Seite ging und die Prinzessin auf der anderen Seite und die Wege liefen immer weiter auseinander, dafür sorgten die Wollfeen. Da sie nicht aufschauten und auch nicht aufeinander merkten sie nicht, wie sehr sie sich voneinander entfernten.

Und als sie beide aufschauten stellten sie fest, daß der andere meilenweit fort war. So war die Prinzessin traurig und begann nach dem Prinzen zu rufen, der hörte sie aber nur leise und ging weiter seiner Weg, bis die Prinzessin schrie, weil sie sich nicht mehr zu helfen wußte und sich restlos verlaufen hatte. Der Häkelprinz aber überschüttet von Arbeit und eingelullt von den Süßen Worten der Nymphen wollte sie nicht hören und folgte dem Weg der Feen.

Die Prinzessin irrte umher, da sie den Weg aus dem Wald nicht mehr wußte und der Prinz nun so weit weg war, daß er sie nicht mehr hören konnte, egal wie laut sie schrie.

Und so trennten sich die Wege der beiden gänzlich. Der Winter kam, eiskalt, erbarmungslos und wunderbar weiß und der Prinzessin blutete das Herz. Das rote Blut tropfte in den weißen Schnee, doch niemand sah es. Der Prinz, ging weiter seinen Weg und baute sich ein Schloß, daß von den Feen umgeben war und von diesen umringt mit einem Zaun aus schwarzem Ebenholz.

Der Frühling kam und auch das Herz der Prinzessin erblühte neu und schöpfte Kraft, so ging sie weiter ihren Weg und begegnete unterwegs einigen Rittern, welche sie auf ihren Pferden mitnahmen und zum Schloß der Bücher und neuen Projekte trugen. So arbeitete sie an einem Büchlein mit und schaffte es kurze Zeit später auch ihr eigenes Büchlein zu schreiben.

Die Kunde vom Buch der Strickprinzessin erreichte auch den Häkelprinzen, und so erinnerte er sich an die schönen Zeiten, denn auch bei ihm war viel passiert, denn die Nymphen und Wollfeen zeigten ihr wahres Gesicht.

So besann sich der Häkelprinz, faßte sich ein Herz und zeigte wahre Größe und schickte eine Taube an die Strickprinzessin um ihr zu ihrem Büchlein zu gratulieren. Die Strickprinzessin überrascht aber auch erfreut schickte die Taube sofort zurück und bedankte sich und drückte ihre Freude aus. Der Häkelprinz, welcher mit einer solch schnellen Reaktion nicht gerechnet hatte, ergriff die Chance und entschuldigte sich für die getrennten Wege und beide begannen wieder stundenlang miteinander zu reden.

So sprachen sie sich aus, und reichten sich wieder die Hand und beschlossen es noch einmal zu versuchen den gemeinsamen Weg zu finden.

Die Strickprinzessin ganz gerührt und erfreut, den bevorstehenden Winter vor Augen war inspiriert von all dein Eindrücken und beschloß diese kleine Geschichte in einem Stickwerk zu verarbeiten. Da sich der Kreis und die Wege der beiden wieder geschlossen haben mußte es natürlich rund werden und nicht nur das Herz erwärmen. Ein Loop also, so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und mit kleinen Elementen so schwarz wie Ebenholz. Und da es auch noch Das Eis gab, welches beiden das Herz erkalten ließ mußten dem natürlich auch noch eisblaue Perlen beigefügt werden.

Und so ist er hier der Schneewittchen-Loop mein Geschenk an Euch, denn CraSy Sylvie und Herr Häkelmode haben sich wieder die Hände gereicht und möchten Euch daher diese Anleitung zum Geschenk machen. Und wo ist sie zu finden? GENAU HIER.

Ich hoffe, ihr freut Euch genau so wie wir, und strickt fleißig mit. Ein Video zum Muster gibt es natürlich auch, so kann dem nacharbeiten also nichts mehr im Wege stehen……

Eigentlich wollte ich über meinem Messebesuch und dem chaotischen Rückflug von Köln nach Berlin berichten, Fotos waren gemacht, der Artikel bereits vorbereitet, selbst die Flugtickets hab ich abgelichtet. Aber die aktuellen Ereignisse lassen das einfach wirklich als (wenn auch lustige) Banalität im Hintergrund verschwinden.

Schon noch in Köln ereilten mich von besorgten Fans und Schäfchen die Mitteilungen, daß es einen großen Aufruhr in der Facebook-Strickgemeinde gibt. Ich denke, ihr wißt alle, wovon ich rede – die Ankündigung daß Nadelspiel aufgelöst wird.

Nun, bereits seit 2 Stunden sitzt die liebe Elizzza mit ihren Admins da und löscht Mitglied für Mitglied und läßt die Gruppe dann mit ihren Inhalten bestehen allerdings Mitgliederfrei und ohne die Möglichkeit des Beitritts und damit natürlich auch ohne Posting- oder Kommentarmöglichkeiten.

Dies ist für mich das Ende einer Ära. Die Frage ist immer, warum es so weit kommen mußte. Nun, wir Admins und Betreiber solcher Foren stehen nicht gerade in geringem Maße unter Beschuß, da wird gemutmaßt, daß es ein geschickter Werbeschachzug ist, um seine eigenen Bücher besser zu verkaufen, oder einem wird angelastet, daß man viel zu emotional reagiert, eben so wie einige behaupten man wäre dem nicht mehr gewachsen………

Bei solchen Behauptungen kann ich einfach nur mit dem Kopf schütteln! – Hat vielleicht jemand mal darüber nachgedacht, daß es auch ganz einfache Gründe dafür geben kann? Eine Gruppe lebt von ihren Mitgliedern und wenn der Sinn dieser Gruppe komplett verloren geht, weil sich eine Dynamik gebildet hat, die eine Lawine an Diskussionen und Hetzereien auslöste, welche den Kern, den Sinn und den Gedanken sowie das Thema der Gruppe völlig unter sich begruben, so bleibt nur der letzte Ausweg. Passenderweise Postete Elizzza ihre Entscheidung am 11. September und das Bild paßt. Die Lawine löste das aus, was die Flugzeuge damals anrichteten – Zerstörung und einen riesen Haufen eines Kaputten Towers, der einst schillernd und stolzes Wahrzeichen war.

Und so sehr es Elizzza sicherlich schmerzt, so sehr verstehe ich auch ihre Entscheidung. In diesen Minuten schafft sie gerade Ground Zero, der hoffentlich als mahnender Meilenstein auf Facebook daran erinnert wie sehr mangelnde Toleranz und die Unfähigkeit Menschen und Meinungen so zu akzeptieren wie sie sind ohne sich dabei gleich angegriffen zu fühlen, eine so wunderbare Idee und Gemeinschaft binnen kürzester Zeit zerstörten.

Und so geht eine Ära zuende – aber wie wir ja alle wissen kann Energie niemals einfach verschwinden (Grundsätze der Physik), sie wird nur gewandelt, meist in einen anderen Aggregatzustand – der heißt in diesem Fall Club Nadelspiel und ist mit Sicherheit bald schon eine lebende Legende.

Aber jedes Ende schmerzt und ich konnte noch nie gut mit Abschieden umgehen. Da er aber nun unabdingbar ist möchte ich mich an dieser Stelle an die vielen schönen Momente erinnern, die vielen tollen Menschen, die unzähligen Inspirationen und all das Wissen, welches ich mitgenommen habe.

Ich erinnere mich noch genau, wie ich im letzten Jahr einen recht großen Aufruhr in einer anderen Gruppe auslöste, welcher mit Löschung aus selbiger und der Einladung in die Nadelspiel Gruppe endete. Und das war dann mein eigentlicher Anfang. Denn dort lernte ich die ersten netten Stricker und Fans kennen, die sich dort zu einem KAL für das Silky Summernight verabredeten und damit meine Gruppe gründeten, die ich heute nicht mehr missen möchte. Dort postete ich meine ersten Blogartikel und bekam meine ersten Leser für meinen Blog und meine Schreibseleien – kurzum – dort nahm die Gemeinschaft CraSy und damit ein großer Teil von mir selbst seinen Anfang.

Dafür bin ich Dir unendlich dankbar liebe Elizzza, denn ohne Dich und Deine Gruppe wäre ich nicht das, und nicht da, was und wo ich heute bin. Denn was nutzt es einem Designer schöne Sachen zu entwerfen, wenn er keine Öffentlichkeit hat und diese Modelle keiner sieht? Meinen bisherigen Erfolg habe ich damit zu einem massiven Teil dem zu verdanken was Du geschaffen hast, davor ziehe ich meinen Hut. Ich danke Dir auch an der Stelle für Deine persönlichen und direkten Tips, die Du mir gegeben hast und all die Hilfe und den Support bisher.

Ich erinnere mich noch gut, als ich ohne das Video zu schauen, auf die Frage, ob man Deine Simple Babyschühchen auch für Erwachsene umrechnen könnte, gedankenlos sagte, daß es kein Problem sei, um dann festzustellen, daß ich sie auf Grund der Naht an der Sohne komplett umkonstruieren muß, weil ich mir dachte die Naht stört beim laufen und wie stolz und glücklich ich war, daß Du den Link zu dieser Anleitung dann auf Deiner Seite gepostet hast. ;)

So sitze ich nun hier, mit nicht nur von der Erkältung, sondern auch den Wehmutstränen roten Augen, einem Glas Rotwein und einem Knäuel Lila Merinowolle, aus dem ich gleich einen Pullover anschlagen werde, schwelge in Erinnerungen und hebe mein Glas auf das, was Du geschaffen hast und was nun im Club Nadelspiel fortgeführt wird.

Und obwohl ich mir geschworen habe mich nirgends anders mehr anzumelden, so werde ich jetzt meinen eigenen Schwur mir gegenüber brechen und dort hinüberwackeln, um mich da anzumelden und mich mit einem großen Schluck Wein auf eine wunderbare, inspirative und schöne Zeit dort mit Dir freuen.

Prost!!!