Archive for » Februar 17th, 2012«

Ich habe ja heute für etwas Wirbel gesorgt, mit meinem FB Post, daß ich schweigsam sein werde, weil mir ein Brief den Boden unter den Füßen weg gerissen hat. Es ist auch so und war auch so. ich rannte hier rum, wie ein Tiger im Käfig, der rennen muß, ausbrechen muß, es aber nicht kann. Ohne all die lieben Wünsche und die Mut machdenen Worte von Euch hätte ich den Tag wohl nicht überstanden und das alles, obwohl ihr nicht wißt, worum es geht. Ich hatte bisher nicht die Kraft es zu erklären, aber ich finde bei all den Guten Wünschen sollte ich für ein wenig Aufklärung sorgen, damit ihr auch wißt, wofür ihr mir die Daumen drückt, und diejenigen, welche meinen, ich würde nur jammern, vielleicht auch sehen, daß es manchmal Probleme gibt, die einen erdrücken bis man zusammenbricht.

Um es ein wenig zu entschärfen versuche ich es mal in eine Geschichte zu verpacken. Die Geschichte eines Mädchens….

da war sie noch klein und die Welt noch in Ordnung

Es war einmal ein Mädchen, dessen Vater starb, als sie 10 Jahre alt war, damit brach das erste Mal für sie eine Welt zusammen, nämlich die heile Welt der Familie, in der sie zu leben glaubte. Doch was sie nicht umbrachte, das machte sie stark, und so schöpfte sie Kraft und fand den Mut vorwärts zu gehen, immer mit dem Gedanken, daß er vom Himmel herab schaut und eines Tages stolz auf sie ist.

So ging sie durchs Leben und machte es sich mehr als einmal schwerer als es hätte sein müssen, nur um ihre Eltern stolz zu machen, den Papa im Himmel und die Mama, die noch da war und nun alleine für alles sorgen mußte und es damit wohl nicht leicht hatte, denn es war die Zeit des Umbruchs, in dem Land, in welchem das Mädchen wohnte und das Mädchen war ein echter Rebell. 2 getrennte Staaten wurden wieder vereint, und so änderte sich das Leben einmal komplett, viele neue Dinge kamen in ihr Leben, viele neue Menschen, die nicht immer nur Gutes wollten, aber darüber wollen wir an dieser Stelle der Geschichte mal nicht berichten, denn heute ist die Zeit für etwas anderes gekommen. Wir machen also einen Zeitsprung, das Mädchen ist erwachsen geworden und hat gelernt zu kämpfen und hat alles unternommen um Mama und Papa stolz zu machen. Was ihr wohl auch gelang, nur hat sie es nicht immer gespürt.

So studierte das Mädchen und begann noch im Studium eine Künstleragentur zu eröffnen. Weil sie sowohl rebellisch als auch charmant und diplomatisch war und auch ein recht gutes Händchen für Geschäfte hatte, erlangte sie recht schnell Erfolge. Sie zählte zu den besten ihres Fachs, die Künstler liebten sie, weil sie die verletzlichen Seelen verstand und pflegte und immer da war ob Tag ob Nacht und immer half. Die Geschäftspartner schätzten sie wegen ihrer Fairness und Ehrlichkeit und Professionalität. So war sie überall gern gesehen, und sowohl Künstler als auch Geschäftspartner empfahlen sie weiter. So wurde aus dem kleinen Mädchen eine angesehene Geschäftsfrau, Freundin und Managerin.

Irgendwann lernte dieses Mädchen einen Mann kennen, von dem sie ein Kind bekam, aber auch das ist eine andere Geschichten, die vielleicht mal später erzählt werden wird, nur sei an dieser Stelle gesagt, daß der Mann sich noch in der Schwangerschaft verdrückte, weil eine starke, intelligente Frau für ihn zu viel war. So Schlug sich also die Junge Frau Mitte 20 allein durch. Der Erste Schicksalsschlag kam, als sie kurz vor der Geburt stand und der 11. September dazu führte, daß sämtliche Veranstaltungen abgesagt wurden und sie vor dem Nichts stand. Und obwohl sie nicht mehr ein noch aus wußte, und wie sie ihr Kind ernähren soll, so wußte sie, was sie nicht umbringt macht sie stark und schaute nach vorn und kämpfte. Und eins ist sicher, Gott läßt seine Kinder nicht allein, so wurde die Situation 2 Monate nach der Geburt einer wundervollen Tochter besser und besser und sie meisterte ihr Leben mit Kind und Firma, auch wenn es nicht immer leicht war.

So trug es sich zu, daß durch einen Künstler auch Firmen aus dem Ausland wie dem fernen Asien auf die Geschäftsfrau aufmerksam wurden und ihr Veranstaltungsaufträge übergaben, die sie auch meisterte, wenn auch nicht immer so, wie sie es gern gehabt hätte, allerdings ist die Kommunikation in einer Sprache, die für beide Seiten nicht die Muttersprache ist, immer schwierig und birgt Schwachstellen. Ebenso ist die Arbeitsweise in fernen Ländern eine völlig andere. Jedoch klärten sich das im Laufe der Zusammenarbeit all dise Holprigkeiten und das ausländische Unternehmen beschloß mehr zu wollen. Dieses mehr war jedoch für die kleine Geschäftsfrau zu viel und so begab sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Partnerunternehmen, welchem sie diesen Auftrag aussourcen konnte. Im Rahmen des recht exclusiven Verbandes, in welchem sie mittlerweile ein angesehenes Mitglied war wurde sie auch fündig. Man wurde sich recht schnell einig und verstand sich auch gut.

So wurde ein Angebot ausgehandelt, welches nun bereit war eingegangen zu werden. Doch die Unterschrift, des großen Auslandskunden fehlte noch und so wollte die kleine Geschäftsfrau das Angebot der Parnter nicht unterschreiben. Die Partner jedoch zuckersüß und mit leichtem Druck erklärten der kleinen Geschäftsfrau, sie solle doch das Angebot unterschreiben, denn auch freie Mitarbeiter müssen geplant werden und wollen etwas sehen. So wurde vereinbart, daß die sie auf das Angebot schreibt, daß es erst in Kraft tritt, wenn auch der Auslandskunde bestätigt. Gut, das war ein Kompromiß den die kleine Geschäftsfrau dachte eingehen zu können und unterschrieb.

Diese Unterschrift wurde ihr zum Verhängnis und war der Beginn eines 5 Jahre andauernden Marthyriums, denn kaum war das Angebot gefaxt, so war auch schon 2 Tage später eine Rechnung über 4500 Dukaten netto in ihrem Briefkasten, welche für sie völlig unverständlich war. So griff die kleine Geschäftsfrau zu Telefon, um das zu klären. Die netten Geschäftspartner waren auf einmal gar nicht mehr so nett und erklärten ihr, sie müsse doch gelesen haben, daß die erste Rechnung direkt mit Unterzeichnung des Ganzen fällig sei. Der Einwand, daß die Unterschrift doch aber unter Vorbehalt geleistet wurde interessierte sie dabei herzlich wenig. So ging es hin und her, bis schließlich die Partner immer mehr und mehr Druck aufbauten und schließlich meinten, sie würden sich jetzt an den großen Auslandskunden selbst wenden und dem neue Angebote schicken aus ihrer eigenen Agentur.

Da wurde die kleine Geschäftsfrau sauer und kündigte das Angebot, welches sie eigentlich die ganze Zeit trotz des Hin und Hers noch aufrecht erhalten wollte. Scheinbar haben darauf die Geschäftspartner nur gewartet, denn so wie das geschehen war, bekam sie Post von deren Anwälten, welche 25000 Dukaten von ihr verlangten. Auch hier brachte der Griff zum Telefon und der Bitte um ein klärendes Gespräch nichts außer Drohgebärden und es kam, was kommen mußte, die Geschäftspartner reichten Klage gegen die kleine Geschäftsfrau ein.

Völlig fassungslos versuchte sich die kleine Geschäftsfrau an den Verband zu wenden, in welchem sie Mitglied war und die anderen Mitglieder schauten sich das auch an, fanden aber keine Lösung, auch Schlichtungsgespräche waren erfolglos. So blieb nur noch der Weg über das Gericht. Die kleine Geschäftsfrau versuchte so gut es ging den Kopf oben zu halten, obwohl es immer neuerliche Drohgebärden gab, wie “wir machen dich platt” und kämpfte weiter und kämpfte weiter.

Die erste kleine Schlacht verlor sie leider, denn der Satz – “mit Unterzeichnung des Angebotes wird die erste Rechnung fällig” wurde vom Richter als rechtens angesehen auch wenn er das Ganze Prozedere und auch die Ganze Art und Weise nicht gut heißen konnte. Und so trug es sich zu, daß noch im Laufe des Verfahrens, die Konten der kleinen Geschäftsfrau unter einen sogenannten Sicherungsarrest gestellt wurden. Das heißt, sie konnte nichts mehr machen. Zu allem Überfluß war auch noch gerade eine Zahlung für Künstler eingegangen, welche sie dadurch nicht auszahlen konnte.

Weil der kleinen Geschäftsfrau vorher schon 2 Mal ihre Handtasche geklaut worden war, ist zum Kartenzahler mutiert und hatte nie viel Bargeld dabei, denn Karten kann man ersetzen, Geld nicht. So war es auch dieses Mal, im Potemonais befanden sich noch 2 Dukaten, das 4rädige Feuerroß hatte kein Futter mehr und die Vorratskammer war leer. So bat und bettelte sie doch die Geschäftspartner, wenigstens das Private Konto freizugeben, welches allerdings nur mit dem Satz beantwortet wurde: “Lege uns bis nächste Woche 20000 Dukaten auf den Tisch und Du bist uns los”.

Da die kleine Geschäftsfrau keine 20000 Dukaten hatte, erst recht nicht mit gesperrtem Konto konnte sie das nicht aufbringen und wollte es auch nicht, denn in ihr Köpfchen und ihr so gerechtigkeitsliebendes Herzelein wollte einfach nicht reingehen, daß jemand 20000 Dukaten von einer alleinerziehenden Mama mit mittlerweile fast 6 Jahre altem Kind fürs Nichtstun so viel Geld bekommen kann.

Leider konnten auch die Advokaten nicht viel erreichen, denn in dem Land in welchem die kleine Geschäftsfrau lebt ist, es schwierig für Leute wie sie Freigrenzen zu erreichen. So blieb ihr nicht anderes übrig, als sich zu erniedrigen und einen Verflossenen zu bitten mit ihr einkaufen zu gehen und ihr den Kühlschrank zu füllen, damit sie Ihrem Kinde etwas zu essen geben konnte.

So nahm das Marthyrium seinen Lauf und sie hangelte sich mit Hilfe von Freunden von Monat zu Monat, die Advokaten stritten sich weiterhin um noch höhere Summen, denn die Geschäftspartner wollten ja mehr und gingen wieder zum Richter um mehr zu erbeuten. Je mehr die kleine Geschäftsfrau sich dagegen wehrte um so mehr wurde sie unter Druck gesetzt und terrorisiert mit Drohungen, man würde sie ins Gefängnis bringen, und man würde ihrer Mama alles wegnehmen. Eine Zeit, des Psychoterrors, der Existenzängste, Scham, Selbstzweifel und Zweifel wie sie ihr Kind ernähren soll hatte begonnen.

So mobilisierte sie ihre letzten Kräfte für die große Schlacht, welche noch zu kämpfen war und versuchte, zu retten, was sie noch konnte. Während dieser Zeit wandte sie all ihre Kraft und Energie auf, um ihr Kind zu ernähren und sie zur Schule zu bringen und das zu schützen, was ihr wichtig war, nämlich ihre Mama und das Seelenheil ihrer Mama. Dabei wurde aus der kleinen Geschäftsfrau eine graue Maus, die sich selbst vergaß, denn ihr Herzelein ward gebrochen, sie konnte all das nicht verstehen, weder mit dem Verstand noch mit dem Herzen. So saß sie zu Hause und starrte die Wände an und grübelte und grübelte und versuchte zu verstehen, warum jemand sich so verhält. Sie würde nie auf jemanden treten, der schon am Boden liegt, sondern ihm die Hand reichen und ihm helfen. In all den Jahren hat sie immer Lösungen gefunden, auch wenn die Kunden finanzielle Probleme hatten. Es wollte nicht in ihren Kopf gehen, je mehr sie auf die Welt sah, desto enttäuschter wurde sie und desto mehr zog sie sich zurück, traurig und mit gebrochenem Herzen.

So kam es dann nur großen Schlacht und die graue Maus stand vor dem Richter mit den ehemaligen Geschäftspartnern, welche ihre 20000 Dukaten wollten, die für sie unter ferner Liefen waren. Der Richter, eingangs recht steif eingestellt, sagte zunächst, er kann nicht anders urteilen, als sein Vorgänger und sie würde wohl die Schlacht verlieren. Die graue Maus, mittlerweile völlig gebrochen und verzweifelt, schaute nach oben und sagte vor sich hin: “Hey Gott, wenn es Dich dort oben gibt, dann wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt aufzutauchen und mir das zu zeigen!” – Der kleine Rebell steckte immernoch in der grauen Maus, eben nur ganz tief vergraben…..

Der Große Meister schien sie erhört zu haben, denn plötzlich änderte der Richter seine Meinung und bat die graue Maus einmal die ganze Geschichte von vorn zu erzählen, was sie auch tat. Am Ende der Geschichte nickte der Richter und hatte ein Erbarmen und drängte die ehemaligen Geschäftspartner zu einem Vergleich und gab ihnen zu verstehen, daß er ihnen nicht alles zusprechen muß und wird. So einigten sich zähneknirschend die graue Maus und die ehemaligen Geschäftspartner auf 5000 Dukaten sofort und noch mal 3000 Dukaten später unter der Vorraussetzung, daß die Geschäftspartner sofort alle Maßnahmen gegen die graue Maus einstellen und ihr wieder eine Chance geben.

Die graue Maus zahlte, was aber nur möglich war, weil sie zu ihrer Mama ging, vor der sie alles verbergen wollte, um sie nicht zu belasten und die Mama zum Wucherer ging um die Dukaten zu besorgen. Das brach der grauen Maus noch mehr das Herz, denn das hat sie nicht gewollt. Nie und nimmer hat sie ihre Mama da mit reinziehen und belasten wollen und nun war es doch geschehen.

Mit mehrfach gebrochenem Herzen und fassungslos über den Lauf der Welt und die herrschende Ungerechtigkeit zog sich die graue Maus noch viel stärker zurück und wurde zum Schatten, der von der Außenwelt nicht mehr gesehen wart.

Doch Hoffnung keimte in dem Schatten, denn schließlich hatte doch der Richter gesagt, daß nun alles erledigt und vorbei wäre für immer und bekam wieder ein wenig farbe. Trotzdem mußte all das, was da geschehen war verarbeitet werden. Die Geschäftspartner wurden zu Geiern, denn sie haben sich nicht vollständig an die Abmachung gehalten, denn das Konto des farbigen Schattens war immernoch gesperrt, auch noch 6 Monate später. So mußte der Schatten erneut 600 Dukaten locker machen, damit diese Bürde nun endlich von ihr genommen war. Doch sie hatte neue Hoffnung geschöpft und einen neuen Auftrag angenommen, mit dem sie sich aus ihrem Turm erlösen wollte. Da sie auch etwas sinnvolles tun konnte und ihr jahrelang treuer Begleiter, ein kleiner schwarzer Hund namens Mary schwer erkrankt und schließlich gestorben war, arbeitete sie Nachts nach einer 12 Stunden-Schicht im Kapitalismus eherenamtlich in einer kleinen Tierarzpraxis um Hilfe und Liebe dort zu lassen, wo sie hingehört. Doch leider entpuppten sich auch diese Auftraggeber nach 6 Monaten als Geier. Und so zog sich der Schatten, nun nicht nur ergraut sondern fast durchsichtig, erneut zurück in sein Kämmerlein.

Um neu zu beginnen und all das alte hinter sich zu lassen nahm sich der farblose Schatten ein neues Haus, welches sie kaum noch verlies, es sei denn sie half den Tieren. Mittlerweile waren auch einige dieser kleinen Wesen bei ihr zur Pflege gewesen, denen sie ihre Kraft und Liebe widmete, denn da kam ehrliche Liebe zurück.

Aber es konnte ja nicht ewiglich so weitergehen und so entdeckte der farblose Schatten die bunte Welt des Internets und des großen blau-weißen Internetriesens, der Leute miteinander verbindet. Kurz entschlossen gab sie dem Ganzen eine Chance, meldete sich dort an und stellte fest, es gibt dort einige Menschen, welche ihre Hobbies teilen. Was ich Euch an dieser Stelle noch erzählen muß, ist daß unser kleines Mädchen, welches zum Schatten mutiert ist nämlich noch andere Talente hat, sie kann nämlich gut mit 2 Nadeln oder einem Haken umgehen und aus Nadeln, Haken und Fäden wunderbare Sachen zaubern, nur war sie sich der Schönheit dieser Dinge selbst nie bewußt, sie hat es eben gemacht, weil es ihr eingefallen war. So fand sie Gleichgesinnte welche die Kunst des Strickens und Häkelns verstanden und interessiert waren an dem, was sie so fabrizierte.

So trug es sich zu, daß ein Wettbewerb ausgerufen wurde und der Farblose Schatten den Mut fand daran teilzunehmen. Sie gewann. Auf einmal gab es mehr und mehr Freunde ihrer Kunst, die ihr sagten, daß die Sachen, die sie macht nicht alltäglich wären und ihr Mut und Hoffnung gaben. So bekam der Schatten wieder Farbe und schöpfte Kraft. Die Kraft weiterzumachen und voranzuschreiten und ein neues Leben zu beginnen. Da der bunte Schatten heraus wollte aus seinem Schattendasein und wieder transformieren wollte, aber nicht viel Energie über geblieben war, wurde aus dem Schatten eine kleine Raupe, die wißbegierig und fleißig vor sich hin arbeitete, um seinen Kokon zu bauen, aus dem sie bald als Schmetterling neu geboren sein würde und wieder fliegen konnte. Doch auch auf diesem Weg mußte die kleine Raupe lernen, daß es Menschen nicht immer gut meinen und sie gern für ihre eigenen Erfolge nutzten statt sich korrekt ihr gegenüber zu verhalten. Aber auch das ist eine andere Geschichte, die vielleicht später noch erzählt wird….

So baute die kleine Raupe mühselig und Stück für Stück an ihrem Kokon, manchmal wollte sie aufgeben, denn die Steine, die ihr in den Weg gelegt wurden schienen ob der vergangenen Jahre teils unüberwindbar. Doch es gab soo viele, so viele die im Kreis des großen blau-weißen Internetriesens ihre Freunde und Befürworter geworden waren, die sie stetig anfeuerten und ihr immer wieder Mut und Kraft gaben, die Steine und Hürden zu überwinden. So kämpfte die kleine Raupe, die des Kämpfens doch so müde geworden war sich mühseelig nach vorn mit Hilfe der Anfeuernden und fand den Mut, ihren Kokon fertig zu stellen und war bereit irgendwann als Schmetterling neu geboren zu werden. Sie spürte, daß es nicht mehr lange sein konnte und schöpfte Zuversicht und aus der Zuversicht schöpfte sie Kraft weiterzumachen und weiter zu bauen.

Gerade als sie kurz davor war den Kokon fertig zu stellen und mit Hilfe der Freunde, die sie gefunden hatte wollte sie hineinsteigen und die Metamorphose beginnen.

Doch dies war ihr nicht vergönnt. In dem Moment, in welchem sie den meisten Mut gefasst hatte und die Zuversicht und Hoffnung in ihr ruhten, daß nun doch alles wieder gut geht waren die Geier wieder da. Die Geier, die sie in 5 Jahren dazu gebracht haben immer mehr zu verkümmern und zum Schatten zu werden. Eigentlich sollte doch alles abgegolten sein, eine kleine Summe war noch offen, die wurde sicherheitshalber von ihrem Advokaten abgefragt, denn es waren ja schon 600 Dukaten mehr gezahlt worden, als der Richter entschieden hatte, doch die Anfrage ihres Advokaten wurde mit Ignoranz beantwortet. Statt dessen erreichte sie nun ein Brief, welcher mitteilte, daß die Geier nun das Haus ihrer Mama nehmen werden, denn sie riefen erneute 8000 Dukaten auf und hatten schon dem Richter dargelegt, daß sie dafür das Haus nehmen.

Die kleine Raupe ist am Boden zerstört, denn der Richter sagte, es hat alles ein Ende, dieses Ende und diese Ruhe, die sie sooo sehr herbeigesehnt hatte, war zerstört. So stellte sie fest, daß es keine Ruhe gab und die Geier eigentlich die ganze Zeit nur über ihr kreisten und auf den Augenblick warteten, wieder zuzuschlagen.

Die kleine Raupe raffte all ihren Mut zusammen und rief bei dem Gericht an und erklärte dem Gericht all die Papiere, die belegen, daß sie sich freigekauft hatte, doch das Gericht antwortete ihr nur, daß es wohl schon einen Grund geben wird, warum die Geier ihren Daumen auf das Haus legen können und so wurde sie abgewimmelt.

Völlig erschreckt, woher, warum und wie die Geier das tun und nehmen können und warum die Gerichte denn nicht sehen, daß sie schon abgegolten hat und ihr nicht zuhören wollten, erstarrte die kleine Raupe zur Salzsäule. Völlig bewegungslos, machtlos, verständnislos.

Doch ihr Herz pochte und pochte und pochte, so laut, denn der Schmerz wurde übermäßig unerträglich. Wie kann sie ihrer Mama so was antun? Wie kann so etwas passieren? Wie kann es sein, daß sie alles tut und arbeitet und ackert und die Geier kreisen nur auf den Moment wartend zuzuschlagen? Wie können sie überhaupt eine Chance haben, wo doch alles verbrieft war? Wie nur? Wie konnte das passieren? Wie kann so was sein? Sie wollte doch immer, daß ihre Mama und ihr Papa stolz auf sie sind! Wie kann sie ihrer Mama dann nur so etwas antun und ihr solche Sorgen bereiten?

Vor sengendem Schmerz, pochte das Herz der Salzsäule so sehr, daß sie zerbarst und in 1000 kleine Stücke zersprang. Doch die Freunde aus dem Kreis des großen blau-weißen Internetriesen sprachen warme Worte, denn bevor die Salzsäule zersprang war sie noch in der Lage sich schweigend zu melden, denn sie konnte und wollte heute keine Fragen beantworten, warme Worte, die dazu führten, daß nicht nur die Scherben am Boden blieben sondern noch ein kleiner Hauch des kleinen Mädchens, was sie einmal war.

So sitzt nun der Hauch des Mädchens, der kaum noch vorhanden ist da, und versucht unter Zuspruch, der Menschen, die sie kennengelernt hat, die sie nicht gehen lassen wollen die Scherben aufzusammeln und vielleicht zusammenzupuzzeln. Und die Freunde sprechen ihr Hoffnung zu, Hoffnung, daß alles gut wird und daß es jemanden geben wird, der sie erhört und der Recht und Gerechtigkeit walten lassen wird.

So sammmelt sie und hält sich an den Strohhalmen fest, die ihr gereicht werden, und versucht Hoffnung keimen zu lassen, daß es noch Gerechtigkeit gibt, obwohl sie den Glauben daran verloren hat, und die Freunde halten ihre Hand über sie, damit sie nicht vom Wind verweht wird und vergeht.

Und wenn es einen Gerechten gibt, der sie erhört so wird aus den Scherben vielleicht wieder eine kleine Raupe, die irgendwann zum Schmetterling wird. Vielleicht schreitet auch der große Meister, der unchangeble Changer wieder ein und rettet die Situation. Doch dies ist eine Geschichte, die noch nicht geschrieben ist und deshalb noch nicht erzählt werden kann……..