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Aus der Kathegorie – Geschichten die das Leben schreibt und hilfreiche Lehrsätze für alle, die etwas erreichen wollen.

Nun, es ist glaub ich keine unbekannte Geschichte, daß der Weg, den man nehmen muß, wenn man etwas erreichen will nicht gerade bequem ist – besser ausgedrückt er ist hart und steinig. Diese Erfahrung mußte ich schon mehr als einmal machen, bin aber glücklicherweise auch immer recht weich gefallen in meinen Augen.

Diese Dinge, die unterwegs passieren, sind mir eigentlich nicht unbekannt, denn es sind genau die, bei denen ich den Musikern, die ich betreut habe immer Zuspruch geleistet habe und die Situationen, in denen Händchenhalten besonders wichtig war. Aber auch wenn man das ganze Prozedere kennt und weiß, was so unterwegs passiert, ist es noch einmal etwas ganz anderes plötzlich auf der anderen Seite zu sitzen, nämlich der, auf der man selbst derjenige ist, dem das Händchen gehalten werden muß.

Gewisse Dinge gehen nicht spurlos an mir vorbei und deshalb muß ich mich auch mal dazu äußern. Leider hat geschriebenes Wort selten Gesichter – gut es gibt Emoticons, um manches klarer zu machen, aber leider werden die eher wenig genutzt, bzw. kenne ich auch nur einen Bruchteil dieser kryptischen Zeichen. So ergibt es sich, daß so manch geschriebener Satz viel härter klingt als er eigentlich gemeint ist und einen aderen viel stärker trifft, als eigentlich gewollt ist. In manchen Fällen ergeben sich auch böse Mißverständnisse – man schreibt etwas mit einer gewissen Ironie und beim Gegenüber entsteht der Eindruck man wäre sauer mit ihm oder ähnliches, was wiederum eine entsprechende Antwort nach sich zieht, welche man selbst nicht versteht und entsprechend antwortet und so spiralt sich das in ein Disaster – schade eigentlich!

Jaja, die Kommunikation ist eines der schwierigsten Dinge mit der die Menschheit zu kämpfen hat, gerade die große Bunte social Media Welt macht das nicht einfacher. Wieviele Debatten, Kriege und so weiter hat es schon auf Grund von Mißverständnissen und mangelnder Kommunikation gegeben?! Ich bin ja eher immer ein Verfechter der Offensive, wenn jemand ein Problem mit mir hat oder ich mit ihm, dann möge er mir das bitte ins Gesicht sagen bzw. werde ich es tun, das klärt Einiges in jedem Fall, seien es falsch verstandene Worte oder einfach nur persönlicher Habitus, und Grenzen, die man seinem Gegenüber vermitteln will. Ohne offene Konfrontation köcheln und brodeln Dinge in einem selbst herauf und aus einer Kleinigkeit, die einen störte wird auf einmal ein Riesenproblem, weil man immer mehr Fehler sucht und damit auch findet und somit Mücken zu Elefanten mutieren.

Was in meinen Kopf immer nicht hinein will ist, daß jemand einerseits ganz lieb und freundlich zu Dir ist und auf der anderen Seite Dinge sagt, die Dich subjektiv gesehen angreifen und verletzen – warum? Wie kann ich mich mit jemandem einerseits freundlich unterhalten und ihn auf der anderen Seite öffentlich anprangern, in dem ich sage, er würd nur Fehler fabrizieren? Warum wird das nicht direkt gesagt, wo man sich doch sowieso schon unterhält? Zumal, der Inahlt dessen, was da angeprangert wird aus Halbwahrheiten und Unwissen besteht. Warum fragt man nicht einfach nach? Das ist doch viel konstruktiver?! Das sind Dinge, die ich wohl nie begreifen werde.

Aus solchen Dingen ergibt sich dann, daß ich Menschen in meinem Umfeld “verliere” mit denen für mich 5 Minuten vorher noch alles in Ordnung war – und man laste mir bitte nicht an, daß ich es hätte merken müssen, denn ich bin zwar feinfühlig, aber auch stark überarbeitet und gewisse Dinge sollten einfach angesprochen werden, wenn sie stören – was mich echt mitnimmt, denn ich habe diese Menschen sehr gemocht. Und auch wenn da jetzt einiges an wirklich unschönen Sachen gesagt wird – denn lästern ist immer leichter als sich mit demjenigen selbst auseinandersetzen und leider nur zu menschlich – so möchte ich mich doch bei denjenigen noch einmal bedanken für eine schöne Zeit, für Hilfe, welche gekommen ist, für Zuspruch und Unterstützung, ohne die ich an manchen Stellen wirklich aufgeschmissen wäre.

Um eine Person tut es mir besonders leid, nicht weil sie mir unter anderem am meisten geholfen hat, sondern weil sie mir persönlich sehr ans Herz gewachsen ist. Ich bedanke mich an dieser Stelle liebe SW noch einmal separat für alles! Ich wünsche Dir, daß alle Deine Träume in Erfüllung gehen und Du all das erreichst, was Du Dir vorgenommen hast. Du bist ein toller Mensch, den ich sehr schätze.

Nun ist es so, wie es immer ist, daß einigen, die gehen natürlich auch immer andere folgen im Geleit – nicht, daß ich mit selbigen eine nähere Bekanntschaft hatte, MITNICHTEN , aber der Gruppenzwang läßt grüßen und so nehmen sie ihren Hut und schwirren davon, teils still, teils mit Pauken und Trompeten.

So wurde ich dann unter anderem als “selbsternannte Göttin der Stricknadeln” betitelt, der man nicht mehr huldigen will und hinter der eine derartige Schleimspur gezogen wird, daß man aufpassen muß, daß man nicht ausrutscht. Nun liebe Leute, ich sage Euch an der Stelle eins – solche Sprüche sind leider selten von dem Erfolg gekrönt, den man damit bezweckt, ganz im Gegenteil sie  führen genau ins Gegenteil. ;) Ich bin ein gläubiger Mensch, und somit ist es Gotteslästerung sich selbst als Göttin oder ähnliches zu erheben oder zu betiteln, und außer Dir, lieber Verfasserin dieses Posts,  hat das auch noch keiner getan.

So hat das Ganze dann dazu geführt, daß einige – nur des Spaßes wegen – anfingen zu huldigen – denn wie soll man solchen Sachen auch vernünftig begegnen als sie mit Humor zu nehmen – und die besagte Schleimspur ist allenfalls als kleiner Teppich zu bezeichnen, welcher dann natürlich, wenn man schon mit der Nase drauf gestoßen wird auch noch mal gereinigt, rot gefärbt und neu verlegt wird. :mrgreen:

Die Situation hat mich schon nachdenklich gemacht und so redete ich noch mit meinem alten Freund Rolf Stahlhofen, welcher mit sagte: “Sylvie, das, was da grad passiert muß man sich verdienen, das nennt man Neid”. Er sagte auch: “Hüte Dich vor denen, die Dir ins Gesicht lächeln”. Oh es tut weh so etwas zu hören! Ich möchte NICHT denken, daß es bei denen die zuerst gingen und mir am Herzen lagen Neid war, denn ich erinnere mich an die schönen Momente, das Lachen und die lieben Sachen und DAS werde ich mit Sicherheit sehr vermissen!

Ein anderer Freund sagte: “Viel Feind – Viel Ehre”  - kann es nicht leichter sein? Wohl eher nicht. Es erinnert mich wieder an meine alten Tage als Manager, in denen ich genau das Gleiche zu meinen Musikern sagte – wenn sich die Neider regen, dann bist du dabei es zu schaffen. Heute steh ich da und frag mich zu welchem Preis? Denn ich bin noch lange nicht an der Stelle des großen Durchbruchs, bis dahin ist es noch ein ganzes Stück Weg? Und ja, es ist so, es geht allen kreativen Menschen so, ob Musiker, ob Schauspieler, Designer  - 1000 Lobe gehen Dir nicht so nahe wie die 10 Mal, die Du verrissen worden bist! Leider!

So mußte ich mich also damit beschäftigen, was ich nun will – und während ich so nachdachte und mit einer Freundin redete, brachte sie mich auf die Idee doch meinen Alu-Denkerhut wieder auszupacken. JAAAAAAA, was für eine gute Idee! Das sollte ich wirklich tun. Allerdings sollte der nun mal Designer-like ein wenig aufgehübscht werden, denn das Damals war ja nur ein Provisorium um einem Dauerscherz ein Bild zu geben.

Für das Aufhübschen gibt es mittlerweile auch nur noch eine logische Schlußfolgerung, da ich schon so oft vom Krönchen richten gesprochen habe und nun sogar als selbsternannte Göttin betitelt wurde, muß also etwas Standesgemäßes her. Nun ich bin nicht das, als was ich betitelt wurde und möchte es auch nicht sein, ich bin noch nicht mal eine Königin, allenfalls eine kleine Prinzessin – aber auch die haben Krönchen, oder?

Und so kommt es hier, das Remake des Sylvie – Denkerhutes, standesgemäß ironischerweise der Situation angepaßt. Auf daß, ich gewappnet werde für alles, was da noch kommen mag, mir meine Ideen nicht ausgehen und nicht geklaut werden und ich weiter meinen Humor behalten kann – auch wenn es manchmal nur Galgenhumor ist………

das Aluhut-Remake, mal schauen, wie oft ich den noch umarbeite ;)

Nachdem ich ja nun zum allgemeinen Frustabbau und zu Testzwecken auch mit dem Färben angefangen habe möchte ich Euch hier eine interessante Methode vorstellen, die wunderbare Effekte ergibt. Ich konnte ja nur so nebenbei färben, denn ich bin ja noch dabei mein Lagerregal einzuräumen und die Wohnung umzuräumen, der Meisensocken Mystery KAL läuft auch und morgen kommt der nächste Teil, also mußte es etwas geben, dem ich zwischendrin ein wenig Zeit widme und am Ende ein schönes Ergebnis bekomm. Der Beitrag von Tumana in ihrem Blog hat mich also inspiriert und so habe ich ein wenig rumexperimentiert ;) hier also meine Version der Wickelfärbung.

Du brauchst, Zeit, Zeit und Zeit (ist ideal für Berufstätige, denn wenn man von der Arbeit kommt macht man einen Teil, nach dem Schlafen den nächsten und nach der nächsten Arbeitsschicht den nächsten. ;) Neben Zeit wird noch Färbematerial in 2 harmonierenden Farben benötigt, in meinem Fall Kool Aid sowie diverse Schüsseln und Becher, Frischhaltefolie (da ich keine mehr hatte habe ich einen Bratschlauch genommen), eine Mikrowelle oder einen Backofen und ein wenig Essig.

Zunächst wickel ich meine Stränge zu einem Knäuel (ich habe es direkt von der Kone gewickelt) nach der Sylvie-Technik und zwar schööööööön locker, denn wenn es zu fest innen ist kommt die Farbe nicht richtig durch habe ich festgestellt. Das Knäuel versuche ich so rund wie möglich zu bekommen, dann Flachknäule ergeben Untertassen und die gibts ja sowieso schon fertig zum Färben und das wollen wir ja nicht.

Wenn mein Knäuel fertig gewickelt ist, geht es erst mal baden, und zwar in warmen Wasser mit einem Tropfen (wirklich nur einer!) Spüli und einem Eßlöffel Essig. Da darf es dann mindestens eine halbe Stunde, ruhig eine Stunde sich erst mal ausruhen und entspannen. Und für uns heißt es warten.

Danach drücke ich es richtig gut aus, so daß mit aller Kraft kein Wasser mehr rausläuft – jetzt ist es durstig und wartet auf Farbe ;) davon habe ich in der Zwischenzeit die hellere der beiden angerührt und in eine Schüssel oder ein passendes Gefäß gegeben, ein bischen, circa ein Schnapsglas voll Farbe habe ich mir übrig behalten. Nun setze ich mein Knäuel in das Gefäß und zwar so, daß das Loch, welches ja entsteht, weil bei der Sylvie-Methode bis zum Ende der Daumen im Knäuel steckt , nach OBEN zeigt und die Seite, welche kein Loch mehr hat unten in der Farbe landet. Nun gieße ich vorsichtig in das Loch meine Farbe aus dem Schnapsglas. Dann drücke ich ein paar Mal pumpartig auf das Knäuel, bis man merkt, daß die Farbe nach oben gepumpt wird. Nun wird es an ein ruhiges Plätzchen gestellt und für uns heißt es wieder  warten. Mindestens 4 Stunden lang, gern über Nacht oder über den Arbeitstag hinweg.

rein in die Farbe, bissel pumpen, stehen lassen - warten!

Wenn das Knäuel nun gut gezogen ist, nehme ich aus aus Farbe 1 heraus und drücke das überschüssige Wasser aus dem Knäuel. Faszinierender Weise verblieb nur klares Wasser übrig alle Farbpigmente blieben im Knäuel, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.

links nachdem ein Knäuel drin gelegen hat - rechts die Farbe vorher - faszinierend, oder?

Nachdem es gut ausgedrückt ist und somit wieder durstig wird es kopfüber nun mit der Lochseite nach unten in Farbe 2 eingelegt, welche unbedingt der dunklere Farbton sein sollte. Auch hier machst Du ein paar Pumpartige Bewegungen. Aber vorsicht, nicht sooo viele, wie bei der ersten Seite. Dann wird das Ganze wieder an ein ruhiges Plätzchen gestellt und wir warten wieder mindestens 4 Stunden lieber länger oder über Nacht.

Wenn das Ganze dann durchgezogen ist nehme ich es aus dem Färbebad und drücke es wieder richtig gut aus. Nun wandert es in Frischhaltefolie oder Bratschlauch (beim Bratschlauch nicht luftdicht abbinden, sonst platzt er in der Mikrowelle) und wandert 5- 8 Minuten in die Mikrowelle. Danach gebe ich es direkt noch für eine Stunde bei 100° in den Backofen zum fixieren – sicher ist sicher hab ich mir gedacht ;) Es heißt also wieder warten ;)

hier die Knäule nach 2 Färbebädern, toller Verlauf, oder?

Nachdem es nun ausgebacken hat, man merkt das daran, daß nur noch klare Flüssigkeit aus dem Knäuel kommt, nehme ich es vorsichtig aus der Folie – Vorsicht seeeeehr heiß! – und lasse es zunächst einmal auskühlen.

Danach muß wieder ein Strang draus gemacht werden, sonst dauert es ewig bis es trocknet. Wenn man schööööön locker gewickelt hat, könnte man auch riskieren es so trocknen zu lassen, das wäre aber nicht mein Ding, ich hätte Angst es schimmelt. Also Haspel rausgeholt oder einen Stuhl zu Hilfe genommen, wer keine Haspel hat, und einen Strang draus gemacht. Beim Umwickeln sieht man auch schön den Farbverlauf nach innen, es wird nämlich Stückweise immer blasser. Spannenderweise bei mir nur auf der Seite mit der hellen Farbe ;)

hier sieht man wie es im Inneren aussieht

Wenn wieder ein Strang draus geworden ist, binde ich den noch ab und wasche den Strang mit Perwoll oder einem anderen Wollwaschmittel und dann wird er gespült und zum Trocknen aufgehangen.

Und so trocknen sie dann die Stränglein

Stränglein auf der Leine

Hier die Knäuelfärbungen noch mal im Einzelnen, leider ist kein Tageslicht im Bad, daher sind die Farben nicht so schön zu sehen.

der rot-orangene

 

der rosa-lilane

Weil das aber nicht genug war mußte ich noch einen “echten” Farbverlauf färben in Knäuelfärbung. Also hingesetzt und einen Strang in 4 gleich große schöne lockere, Knäuel gewickelt, immer wenn ich 25 g erreicht hatte, fing ich wieder neu an zu wickeln. Dabei aufpassen, daß nicht beim neu wickeln sich das andere Knäuel aufdröselt, denn es hängt ja noch dran.

Ich habe dann die 4, die eins sind noch baden lassen und währenddessen die Färbebecher vorbereitet von dunkel nach hell. Angefangen mit gelb, dann orange, dann watermelon, dann kirsche. Von diesen angerührten Farben habe ich je ca 1/4 in ein weiteres Schüsselchen oder Schälchen gegeben und beiseite gestellt. Nun darauf geachtet, daß die aneinanderhängenden Miniknäulchen auch die richtige Reihenfolge haben und ab damit in die Farbe. Auch wieder kurz anpumpen und warten – in etwa auch 4 Stunden.

die knäulchen in den Schälchen,drüber schon die 2. Farbe parat ;)

Nach verstrichener Wartezeit habe ich auch hier die überschüssige Flüssgkeit ausgedrückt. Dann nahm ich mir meine abgeteilten je 25% der Farben her und rückte jede Farbe um einen Platz, nach links, das heißt an erster Stelle stand nun Orange, dann Watermelon, dann Kirsche und zuguter Letzt noch das Gelb, ich hatte mir das vorher schon so hingestellt, damit ich es nicht vergesse. Auch hier habe ich die Knäulchen kopfüber reingesetzt und nur gaaanz kurz angepumpt und dann wieder gewartet – ca 4 Stunden.

und anders herum in Färbebad 2

Das Ergebnis hinterher kann sich sehen lassen, die Miniknäuel haben untereinander schöne Verläufe. Nun auch noch mal ausdrücken und dann ab zur Haspel. Dort zeigt sich dann schon ein Teil der Schönheit, welcher sich aber wohl erst beim Verstricken des Ganzen zeigen wird.

die 4 Miniverlaufsknäulchenteils schon auf der Haspel teils noch nicht

Nach dem Haspeln wird noch gewaschen und getrocknet und hier sind sie nun meine Creationen ;)

Strängeparade leider mit Blitz fotografiert, Tageslichtbilder folgen noch

noch mal etwas näher, links der rot-orange Knäuelfärbung, daneben rosa-lila Näuelfärbung, dann ein herkömmlicher rot-grünrotorange, dann die Verlaufsknäuelfärbung und rechts ein ganz herkömmlicher Strang als Farbexperiment

mal zum Vergleich, das ist das Knäuel nach dem Färben

und so sieht der Strang dann aus (leider auch Blitz, muß das noch bei Tageslicht machen)

hier der rosa-lila als Knäuel noch vor dem Rendevouz mit der Haspel

nach Haspel und Trocknung leider ohne Tageslicht, daher macht der Blitz nen Grünstich, den es gar nicht gibt :(

Hach was war das für ein aufregender Tag. Ich muß ja zugeben, daß ich schon mit dem falschen Bein heute morgen irgendwie aufgestanden bin, denn ich hab ja gestern meine halbe Wohnung auseinandergerupft, weil ich nun neue Lagerregale mit der Hilfe einer Freundin an die Wand angebracht habe, nun alles umgeräumt werden muß und meine Sortierkisten da nicht mehr rein passen, weil sie zu lang sind! :?

die Meisenpost war da - leider nicht meine Farben

Eigentlich stand heute auch ein wichtiger Termin für mich an und ich hatte keine Ahnung, wie ich das hier schaffen soll. Ich greife mal voraus, mein Termin war heute verhindert und wir mußten verschieben, das erfuhr ich allerdings erst abends. Die liebe Daniela hat mich gestern im Umbauchaos besucht und der erste Satz war: “Huch? Is bei Dir ne Bombe geplatzt??” – Jaaaaaaa, ich weiß es sieht so aus, aber abwarten, wie es hinterher aussieht! :P Nun gut, die Trümmer der Bombe waren heutenoch zu großen Prozentteilen zu finden, aber, dem läßt sich ja Abhilfe schaffen, auch wenn die Lust dazu eher gering war.

Erst mal Kaffee gekocht, mit den Hunden raus, dann Computer an, Nachrichten lesen, dann Pakete fertig machen und dann ran an den Feind. – Tja aber schon ging es los, Facebook hat sich grandioserweise überlegt, umzubauen über Nacht und so ging bei mir gar nix mehr, weder der Tab noch das Fenster ließen sich schließen und mein kleiner Mac war damit total lahm gelegt, es drehte sich nur noch der bunte Ball und er drehte sich und er drehte sich und er drehte sich……..

Ich hätt das Ding gegen die Wand schmeißen können, denn ich mußte ja noch Briefmarken und Aufkleber ausdrucken und der Mystery Socken KAL ist in vollem Gange und ich seh nix und kann keine Fragen beantworten *GRUMMEEEEL*. OK, nach gefühlten 100 Stunden warten ging es endlich und ich wollte loslegen und …………….. es klingelte an der Tür – aaaah, JETZT gestört werden?? Na gut, es war der UPS Bote mit der Meisenpost, und dann auch noch welche die nicht so meine Farben sind, glücklicherweise konnte ich einen schon erfolgreich tauschen….

Gut, also weiter im Text und Pakete gemacht und………… irgendwie kommt mir ein komischer Geruch aus der oberen Etage entgegen – ich verfolgte ihn also ganz Sherlock Holmes-like und was war? Haben mir die Hunde, obwohl wir gerade 15 Minuten vorher reingekommen sind von einer laaaaaangen Runde Kinderzimmer und Bad vollgekackt, alle 3 (Und ich bin mir sicher, ich habe draußen schon 3 Tüten mit gleichem Inhalt eingesammelt!!) !!!!!! Wie heißt es so schön, wenn man in Sch….e greift hat man noch Glück an dem Tag? Das wagte ich ja zu bezweifeln!

Naja, ich war also mittlerweile auf 180, dann will ich weiter Pakete machen und der Computer geht wieder nicht mehr – 200!!! Ok zwischendrin ein wenig geräumt, Computer geht wieder, ich druck die Zettel aus, will zukleben……….. es klingelt an der Tür – aaaaaargh 250!!!! Ok, es war GLS, welcher mir einen riesen Karton brachte mit Verpackungsmaterial (als ob ich jetzt schon nicht wüßte wohin damit!) Also noch mehr aufgestapelt in der Bude.

Ich will Pakete zukleben, und ich find in dem Chaos meinen Abroller mit dem Klebeband nicht mehr – 280!!! Naaaaaa gut, nehmen wir also eine frische Rolle und machen es per Hand, der Karton mit den Klebebandrollen stand griffbereit. ;) So weit so gut – aber wo ist nur die blöde Schere abgeblieben? bzw. hätte mir ja schon eine von 5 die hier rumfliegen genügt – 300!!!! Dann kommt das Kind nach Hause, sabbelt mich voll, steigt auch noch über die rumstehenden Kisten ohne aufzupassen und fragt mich, ob sie Fersehen gucken darf – 500!!!!! Hääääää? Wie wäre es mal mit mir ein wenig helfen? Zumindest die Samla-Kisten, die ich in ihrem Zimmer abgeladen habe in das nun an seiner richtigen Stelle befindliche Regal zu packen? Nöööö is ja zuviel verlagt!

Nach einem 15 minütigen Moralvortrag, wie es mal mit Arbeit selbst sehen und helfen und mal dran denken, daß ich hier schon ewig die Wohnung nicht verlassen habe, weil ich nur noch arbeite und immer mehr in die Breite gehe statt in die Länge und auch mal gern wieder was für mich tun würde anstatt ihr ständig hinterherzuräumen, zu arbeiten, damit sie hierhin kann und dahin kann und dort ins Theater mit der Schule etc, hatte ich gerade ne Schere gefunden gefunden, Klebeband angesetzt, klingelt es schon wieder an der Tür – 1000!!!!! Al ob ich heute noch mal dazu komm meine Pakete fertig zu machen und endlich dieses Chaos zu beseitigen, was da herrscht und mich wansinnig macht, weil ich nix mehr finde???

Gut, es war DHL-Bote (der Schnuckelige)- er brachte gleich mehreres – ein riesen Paket von meiner Mama, eins von Nicky und eins von Daniela und eins für die Nachbarin. Ich fang mal hinten an – Daniela, es sind immer die Stillen, die am meisten fühlen und merken und zuhören! Danke!!!!!! Erst recht für den weißen Küßchen Nachschub, die konnte ich gebrauchen!

In Nicky´s Paket gabs lecker Heidelbeer mit Grappa Schnäppi und Sahnetrüffel-Likörchen. Was soll ich sagen? Ich hab mir erst mal n dicken Schnäppi eingegossen und die Küßchen geschlachtet. Gut, dann war ich wieder nur noch bei 500 und widmete mich dem größten Paket – Mama.

Als ich es aufgemacht habe, mußte ich sooooo laut lachen, daß ich schlagartig nach Schnäppi und Küßchen wieder auf normal Level war. Ich zeig Euch am besten ein Bild – Mama schickte ein kniehohes Freßpaket mit allem drum und dran – Tütensuppen für den Notfall, Brötchen, Käse, Küßchen (sie hat sich anstecken lassen :mrgreen:), Camembert, ein Glas Leberwurst, Zwicback, falls ich wieder Kreise renne wegen der Sorgen und nix essen kann, Kekse und Knoppers für Jenny und so weiter und so weiter. Ich würd mal schätzen, das waren gute 6-8kg Inhalt. Jaaaaa, Mami, vielen Dank, das erspart mir den Großeinkauf ;) und ich hab mehr Zeit zu Hause zu sitzen und meine Sachen zu sortieren. ;)

ein Blick ins Mama-Paket, mit allem, was man so brauch ;)

So sitz ich also mit Küßchen und Schnäppi vom Paket und grins mir einen, und es taten sich direkt Jugenderinnerungen auf. Es erinnerte mich daran, wie ich noch Student war hier in Berlin, Kohle knapp und daheim saß und Knäckebrot mit Margarine gefuttert hab, weil mehr wegen Studiengebühren und Büchern etc nicht mehr drin war. Handies gabs damals noch nicht und internet auch nicht, ich hatte nich mal nen Computer und telefonierte so eines Abends mit meinem Bruder, der mir sagte, wenn knapp ist, soll ich einfach beim nächsten Brief, den ich zu Mama schicke mal mit nem Feuerzeug die Ränder ankokeln. Ich hab gefragt wozu, er grinste nur durchs Telefon und meinte, ich soll mich überraschen lassen, also tat ich das – der Antwortbrief von  Mama war 3 Tage später da und enthielt nen 20 Mark Schein, damit kam ich wieder bis Monatsende um die Runden! Merke!: Brennst Du die Ränder Deines Briefes ab, so heißt das bei Deinen Eltern, daß Du abgebrannt bist (zu deutsch pleite) und sie schicken Dir was! :mrgreen:

Tja, nur schade, daß man bei Emails nicht die Kanten anbrennen kann – ihr Jugendlichen der heutigen Zeit, was solch subtile Nachrichten anbelangt, seid ihr echt benachteiligt! :D

Als ich aus meinem Studenten-Untermietzimmer raus war und meine erste eigene Wohnung hatte, war es wieder knapp gewesen, und wieder Knäckebrot-Time. Ich wohnte damals im Dachgeschoß eines schnuckeligen sarnierten Altbaus im schönen, grünen Diplomatenvirtel in Pankow. Weil noch so einiges fehlte, unter anderem auch ein Wäschekorb, bat ich Mama mir einen in Polen zu besorgen, nich zuuuu groß aber auch nicht zu klein bitte, denn bissel Wäsche soll ja schon rein. Mama sagte, sie schickt ihn mir, er kam auch an ne Woche später, gebracht von einem Briefträger – ich seh ihn wirklich noch heute vor meinem inneren Auge – der zwar schlank, drahtig und trainiert zu sein schien, aber vor meiner Dachgeschoßwohnung (ich erinnere Altbau! ohne Fahrstuhl!!) stand, schnaufte wie ein Wahlroß, rot war wie ein Feuermelder und dem das Wasser in Sturzbächen von der Stirn lief während er mir sagte, er hätte ein Paket für mich :mrgreen:

Was soll ich sagen? Ich hab ihm das natürlich abgenommen und denk mir, naaaaaa gut, der Korb geht zwar bis zum Bauchnabel hoch, aber was hat er nur? is doch nur ein Weidenkorb? – DENKSTE –  als ich ihn in die Wohnung trug, ging ich fast am Stock, na gut, ich geb zu, ich hab ihn nur nem Meter getragen und den Rest hab ich ihn geschleift. Am Tisch angekommen hab ich das Papier aufgerupft um zu gucken, was Muttern da reingepackt hat, was das Ganze so schwer machte. Naaaa? habt ihr ne Idee???? Richtig, der Inhalt war in etwa der, welcher sich auch in meinem heutigen Paket befand. :D Naja, is ja klar, Kind is alleine in der großen weiten Welt und der großen Stadt, die damals noch nicht die Hauptstadt unseres Landes war und muß natürlich versorgt werden, daß sie nicht vom Fleisch fällt!

Also Mama, nur kleiner Hinweis, ich bin mittlerweile 17 Jahre älter, fertig mit studieren, und selber Mama :mrgreen: aber ich hab wohl auch begriffen, da ich die Jüngste bin werd ich immer das KLEINE Kind bleiben :P – Jaaaaa, ich hab Dich auch lieb!

Jaaaa, bevor ich mich restlich in den Erinnerungen verlor machte ich mir noch nen Kaffee und wagte mich wieder ran an den Feind – ääääh, die geplatzte Bombe und eben selbe Beseitigung und …………….. es klingelte wieder an der Tür. 180!!!!! Es war Hermes, mit einem Paket was schon verloren zu sein geglaubt war – meine gefärbten Stränge! Ich kann sie also wieder verschicken die Drachen und Feen ;)

Nu gut, mit 180 räumt sich ja bekanntlich schneller oder? Also ran —— und es klingelt. Diesmal die freundliche nette ältere Nachbarin, die ihr Paket, welches ich noch entgegengenommen habe abholen wollte, nur einen Blick in den Flur nahm und mich mit großen Augen ansah. Und ich sie mit hängendem Kopf, zutiefst peinlich berührt sie dann doch herein bat, ihr die Situation erklärte und ihr ihr Paket gab und noch 5 Minuten schnackte. Tja, ich werd sie demnächst auf nen Tee einladen müssen, damit sie sieht, daß hier nich immer so aussieht! – Imagewiederherstellung nennt man das!

Amipost!!!!!! yeah!

Aber handgefärbte Stränge ist überhaupt das Stichwort! Ich habe gestern einen dicken Brief aus Amerika bekommen mit diversehn Päckchen Kool Aid von der lieben Andrea. Yeah! jetzt kann es los gehen das Färben, ja und weil ich gestern Nacht schon wieder nicht schlafen konnte habe ich mich entschieden dann doch direkt noch ein paar Knäule zu wickeln und mal die Wickelfärbetechnik auszuprobieren, soll ja irgendwie kultig sein. Ich wickelte ein flaches, eher Ufo-Knäuel und ein rundes Oma-Knäuel und legte sie zunächst einige Zeit in Farbe 1 und dann über Nacht in Farbe 2, zum hochsaugen quasi. Ein mini-probeknäulchen habe ich auch direkt noch gemacht ;)

Also ich kann berichten, was mich heute morgen erwartete, überraschte mich positiv, die Knäule

meine 3 Knäuel vor dem Gang in den Ofen

sind trotz der etwas dunkleren Grundfarbe (das Grundmaterial ist Elfenbeinfarben)  richtig toll geworden. Und so wanderten sie erst in die Mikrowelle und weil ich ja so ein Sicherheitsmensch bin und sowieso noch viel zu tun hatte noch mal für ne Stunde bei 100 Grad in den Ofen. Als ich sie rausholte, war ich mit dem Ergebnis noch zufriedener als vorher. ;) Also hab ich sie gehaspelt, damit sie trocknen können und  hängte sie doch glatt schon auf, da fiel mir ein, daß ich sie ja noch waschen muß, also mein Tagwerk noch mal unterbrochen, ab nach Oben Stränge waschen und erneut zum Trocknen aufhängen.

Und da sind sie nun meine 2 Teststränge – Ich find sie schick und die nächsten 3 befinden sich zur allabendlichen Entspannung schon wieder im Färbebad Farbe 1, vorm ins Bett gehen, steck ich sie in Farbe 2 und morgen früh werden sie fertig gemacht. :mrgreen: So hab ich zwar mein Chaos heute nich beseitigt aber wenigstens noch was schönes zustande gebracht. Ich werd mich mal noch eine Weile ums Umräumen kümmern, damit ich bald Bilder vom fertig eingeräumten Regal präsentieren kann.

Strang 1, das blau-lila Omaknäuel im oberen Bild

 

Strang 2 das grün-rote Flachknäuel im oberen Bild