Lange Zeit gab es viel, was passierte, dazu aber gleichzeitig leider viel Chaos und damit keine Zeit zu berichten. Ich bringe gern den geneigten Leser an der ein oder anderen Stelle hier im Blog noch mal auf den neuesten Stand.

sylvie armstrick

iche mit Armstrickschal und Fingergestricktem und geflochtendem Stirnband

Heute möchte ich mich aber nicht mit der Vergangenheit aufhalten, sondern mich mit der Gegenwart befassen und die ist gerade äußerst positiv ;)

Letzte Woche Dienstag – ich sitze hier den 2. Arbeitstag im neuen Jahr in meiner neuen Position bei makerist.de (jaaa, es hat sich am Ende des letzten Jahres viel geändert und nun ist nahezu ALLES Neu) und es ist nachmittags und das Telefon klingelt. – Nun, ihr werdet sagen, das ist ja nix ungewöhnliches, wenn in einem Büro mal das Telefon klingelt – war es natürlich auch nicht – aber der Anrufer war es ;) – es war ein Redakteur vom Frühstücksfernsehen, der anrief um zu fragen, ob wir ihnen live in der Sendung Armstricken beibringen können. Klar konnten wir und schon hatte ich den Redakteur am Telefon, der sagte, ich soll (letzten) Freitag schon in die Sendung.

Ok, also brach der Streß aus und hier wurde Wolle ausgewählt und besorgt und ich saß am Mittwoch da und verarbeitete einen halben Kilometer Wolle zu einem schönen Loopschal und einem Stirnband.

Da wir ja bestmöglich vorbereitet sein wollten, hieß es auch direkt am Donnerstag in der Früh ab ins Studio und das ganze als Kurs drehen für all die Leute, denen das zu schnell ist im Live-TV (da hat man dann ja auch weniger Zeit leider). Dankbarerweise waren alle Mitwirkenden gern bereit kurzfristig am Start zu sein. Mittwoch Nachmittag also 2 Kameraleute angerufen, Toningeneur, Maske und so weiter, die standen gemeinsam mit mir und dem Makerist-Drehteam am letzten Donnerstag um 8 auf der Matte, um den Kurs zu drehen. Alles mußte sitzen, denn wir hatten nur bis Mittags Zeit, weil da die Techniker anderweitig verplant waren. Normalerweise drehen wir so was an einem ganzen Tag bis 19 Uhr!

Ok, der Kurs war im Kasten und konnte zum Schnitt, ich war platt und durfte erst mal nach Hause, wo der Süße (jaaaa, über die Liebe gibt es auch was zu berichten) wartete und mich von den Strapazen der letzten 2 Tage pflegte.

Zur Ruhe kam ich allerdings nicht wirklich, da ich wie auf Kohlen saß und auf den Anruf des Redakteurs wartete, denn schließlich sollte ich Freitag angefragterweise in die Sendung und Zeiten und Co mußten noch abgeklärt werden. Der Anruf kam aber nicht. Freitag bis Mittags kam auch keiner weiter, weshalb die gute Katrin von Makerist dort in der Redaktion anrief. Es stellte sich heraus, daß der Redakteur krank gemeldet war und die anderen Redakteure nichts weiter wußten. – Was also mit großer Freude und großem Jubel begann endete zunächst für das Wochenende in einer Zitterpartie, denn die Dame, welche am Telefon war ließ verlauten, sie findet es interessant, möchte gern mehr Infos und meldet sich dann.

Also hieß es warten – was ja nun bekanntlich nicht wirklich zu meinen großen Stärken gehört.

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Wurstfinger vom Feinsten!

Ich versuchte mich in vornehmer Geduld zu üben und mit Stricken abzulenken. Aber auch diese Pläne wurden just durchkreuzt, denn meine Finger waren auf einmal so geschwollen, daß ich keine Nadel halten konnte. Also blieb mir nur zu versuchen die Hände still zu halten und versuchen nicht komplett am Rad zu drehen. Zum Glück hatte ich am Wochenende noch Ablenkung durch den Liebsten. Aber eben nur am Wochenende.

Montags gings wieder ins Büro und zumindest hier war ich gut beschäftigt und damit auch abgelenkt, hab es aber versäumt zum Arzt zu gehen. Dienstag Nachmittags kam dann endlich der erlösende Anruf, der mir mitteilte, daß es nun fest ist, daß ich in die Sendung komme und zwar am Donnerstag morgen.

DONNERSTAG??? Ach du meine Nase und daß mit meinen Fingern, die garantiert jeder Bockwurst Konkurrenz machen konnten. Also Mittwoch Früh gleich ab zum Doc, der mich dann darauf hinwies, daß ich ihm das ja schon seit 3 Monaten erzähle und es offenbar schlimmer wird. OK – irgendwie hatte ich das in meinem Streß nicht im Blick. Blutbild – Röntgen und der Verdacht auf Rheuma stimmen nicht grad positiv, allerdings konnte meine gute Laune und die Freude übers Frühstücksfernsehen auch dadurch nicht getrübt werden. Ich hab dem Doc gesagt, komme was da wolle, ich muß Donnerstag früh fit sein und meine Hände sollten aussehen wie Hände und nicht wie aufgeblasene OP-Handschuhe. Zum Glück hatte er eine Lösung parat und ich konnte mich in den restlichen Arbeitstag stürzen.

Abends hieß es dann noch eine Mütze stricken aus dem geilen reflektierenden Glühwürmchen Garn und zu versuchen vor 12 im Bett zu sein, da um 4.30 der Wecker klingelte. Ok – das mit vor 12 war ambitioniert vorgenommen und wurde natürlich nicht geschafft, dennoch öffneten meine Augen sich heute morgen um 4.12 ganz von allein und taufrisch. Meine Sorge den Wecker nicht zu hören war also unbegründet und meine Mom, die lobenswerterweise für mich aufgestanden ist, um mich anzurufen und zu kontrollieren ob ich auch wach bin hätte ruhig weiter schlafen können.

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Morgens in der Gästebetreuung..

Tasche war schon gepackt, Sachen waren bereit gelegt blieb nur noch mich fertig zu machen, alles zu schnappen und auf zum Sendestudio. Dort angekommen wurde ich, die dankenswerter Weise von Katrin von Makerist begleitet wurde auch direkt nett empfangen. Im Gästebreich trafen wir noch schnell einen Autor und dann gings schon in die Maske. Glücklicherweise war ich schon fertig geschminkt, denn den Mädels ging ganz schön die Kinnlade runter, als ich meine Haare öffnete, die im Sitzen weit nach unten reichten. Begleitet wurde das mit einem “Ach Du Scheiße, Du bist ja Rapunzel!” und dann dem Griff zum Lockenstab um ein wenig Volumen in die Mähne zu zaubern.

Gerade angefangen kam schon die Gästebetreuung um zu sagen, daß ich quasi JETZT im Studio sein sollte. *Kicher* Panik im Gesicht der Make Up Artistin, Grinsen im meinigen, weil ich froh war schon fertig geschminkt zu sein, sonst wäre ich nackig im Gesicht ins Studio gegangen.

In windeseile also die Haare gemacht und dann ab ins Studio. Dort durfte ich durch die Überraschungstür kommen und dann bei einem kleinen Schnack den Moderatoren das Handstricken beibringen. Wer sich das anschauen möchte guckt übrigens hier oder hier. Geplant war öfter immer wieder in die Sendung zu kommen und den Zwischenstand zu zeigen. Fingerstricken wollten wir auch noch – aber da war dann letztlich keine Zeit mehr dafür. In der Sendung traf ich noch Harald Glööckler, der in meinen Augen wieder mehr geerdet ist. Und sonst übte ich weiter das, was zwar nicht meine Stärke ist, aber was das erste ist, was Du beim TV lernst – warten, warten und warten….

Mein Schal war längst fertig, das Abketten wollte ich zeigen, aber die geplante Lücke für mich

warten, warten,warten

warten, warten,warten

war zwischenzeitlich mit anderen Dingen gefüllt. Also wartete ich brav und still weiter bis ich wieder vor die Kamera durfte um ein wenig Strickaction zu bringen.

Gesagt getan – das Versprechen, daß wir noch Fingerstricken wollen, konnten wir mangels Sendezeit leider nicht mehr einlösen, dafür wurde aber das Stirnband noch gezeigt und ich konnte in letzter Sekunde noch loswerden, wo man sich den Kurs anschauen kann, aber nicht, wo man mich sonst findet. ;)

So bleibt an dieser Stelle noch zu sagen – wer wissen will, wie man Arm- und Fingerstrickt, der findet den kostenlosen Kurs hier: https://www.makerist.de/courses/arm-und-fingerstricken-aus-dem-sat1-fruehstuecksfernsehen


 

Ich darf jetzt langsam heim, wo mein Bett für ein kleines Bubu schon nach mir ruft und dabei kann ich davon träumen, daß ich jetzt sagen kann “Sylvie Rasch, alias CraSy Sylvie – bekannt aus dem Sat 1 Frühstücksfernsehen” :D Bin mal gespannt, was noch so folgt ;)

und hier noch iche mit den Moderatoren und Glööckler auf der Couch :D

und hier noch iche mit den Moderatoren und Glööckler auf der Couch :D

Category: Allgemein  2 Comments

So liebe Liebenden (kicher, wer kennt ihn noch von Euch diesen Satz?)

Für mich war die Woche anstrengend und nur geprägt von Zahlen, Zahlen und noch mal Zahlen, ich kann schon keine mehr sehen. Abends bin ich direkt eingeschlafen, sowie ich die Stricknadeln in der Hand hatte, das ist alles andere als befriedigend kann ich Euch sagen! Aber nun gut, es ist wie es ist. Dennoch habe ich ein bisschen gestrickt und wie ihr wißt, tüftle ich auch ganz gern mal und habe mir daher etwas ausgedacht.

I20140516_172124hr kennt ihn ja alle, den guten alten Kreuzanschlag, der ist nett, sieht auch schick aus, aber man sollte schon über 2 Nadeln anschlagen, damit er nicht zu knirsch (auf Hochdeutsch: eng) wird und nicht einschneidet. Dazu gibt es ja auch die passende Art abzuketten, bei der man ebenfalls aufpassen muß nicht zu stramm zu werden.

Nun hat sich ja vor einigen Jahren schon eine pfiffige Dame namens Judy – ich glaube, sie ist bei knitty.com – einiges ausgedacht, wie man elastischer abketten kann, ohne daß es direkt leierig aussieht. Und siehe da, sie hat eine Lösung gefunden für das Problem, indem sie einfach einen Umschlag zur Masche dazu gibt. Ich habe dazu im letzten Jahr schon einmal ein Video gemacht und Euch zur Verfügung gestellt, ihr findet es hier bei Youtube in meinem Kanal.

Nun, da ich gern ein pendent dazu zum Anschlagen haben wollte, habe ich in den letzten Tagen und Wochen ein wenig  getüftelt – und wie es immer so ist, die besten Ideen kommen einem in der Badewanne! So sprang ich also neulich mit meinem Geistesblitz aus der Wanne (ich mußte mich stark zusammenreißen nicht laut “Heureka” zu schreien) und schnappte mir mein Strickzeug um es zu probieren. Tja, was soll ich sagen, nach einigem Hirnschmalz funktionierte es genau so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Der Trick ist, dem normalen Kreuzanschlag einfach einen Extradreh hinzuzufügen! Das machgt unterm Strich genau den gleichen Effekt, als wenn ich beim Abketten einen Umschlag zur Masche Hinzufüge. :)

Ich habe ihn mittlerweile auch schon diverse Male auch vor allem bei Socken, die20140516_172140 für mich immer mein Maß der Dinge sind, was Strapazierfähigkeit und Elastizutät anbelangt, ausprobiert und bin wirklich höchst zufrieden.

Und da es sich natürlich in bewegten Bildern besser erklärt als in Fotos, habe ich für Euch ein Video gemacht. Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren und bin schon ganz gespannt auf Eure Meinung.

So und weil es jetzt aufs Wochenende zu geht und mir mein Einleitungsatz ->” Hallo liebe Liebenden” nicht aus dem Hirn geht, gibt´s noch ein kleines SpontanMiniGewinnspiel. Wer weiß, von wem dieser Satz stammt und wo der immer gesagt wurde? Wer mir die erste richtige Nachricht kommentiert bekommt eine Anleitung für ein Tuch oder Socken von mir geschenkt (oder JESCHENKT! wie der Berliner sagt). Det is doch mal was, oder?

So, jetzt aber hier das Video und ab ins Wochenende – ich will buddeln, stricken und schreiben ;)

So ihr Lieben, ihr habt drauf gewartet, wie die Geschichte endet, also will ich Euch natürlich auch nicht viel länger warten lassen.

20140509_162510Vorher aber noch ein paar kleine Infos. Da ich beim Tuch La Fenice und beim Mochica so oft gefragt worden bin, ob das nicht auch ohne verkürzte Reihen gehen kann, wollte ich die Wünschenden natürlich nicht enttäuschen, dieses Tüchlein kommt also komplett ohne verkürzte Reihen aus. Besteht nur aus rechten Maschen und Umschlägen, ist also auch für Anfänger wirklich gut geeignet.

10357911_631597870249270_723624250_nEs sieht aus wie eine Schwanzflosse finde ich und bietet daher wirklich viel Spielraum für Tragemöglichkeiten. Die Wollwahl ist variabel, ihr könnt von Sockenwolle bis Wollmeise wirklich alles nehmen. Auch Einfarbig oder Verlauf ist Euch überlassen, denn es gibt Mustervarianten in der Anleitung, eine passende Wolle wär zum Beispiel auch Zitron Dreiklang oder Filigran/Filisilk. Vielen Dank an der Stelle noch mal an Mascha fürs Zeichnen der Skizze und Melle fürs Teststricken ;)

So, nun enthalte ich Euch den Rest von der Geschichte natürlich nicht weiter vor – wobei ich mir ja noch nicht so sicher bin, ob es schon das Ende sein sollte, die Story insgesamt hat ja doch viel Potenzial weiter geschrieben zu werden, oder was meint ihr?

Lorelitas Traum Teil 5:

20140509_162855Sie roch die feuchte und frische Luft, fühlte sich wohlig behütet und schmeckte das Salz auf ihren Lippen. Wie schön war es doch – viel zu schön eigentlich, um die Augen zu öffnen, aber sie wollte es wissen. Sie war sich nun sicher, daß sie ein Kind des Meeres sein mußte und er zu ihr gehörte. Also wollte sie wissen, warum sie an Land war, wieso sie Füße hatte, warum sie nicht mehr im Meer war und nun auf einmal doch wieder. Sie hatte so viele Fragen und er sicherlich ein paar Antworten. Doch es war so schön in seinen Armen, so warm, so geborgen so vertraut, daß sie diesen Zustand am liebsten nie beendet hätte. Aber die Neugier siegte, also war es Zeit die Augen zu öffnen und ihn zu fragen.

Sie hob die Lieder, schloß sie doch genau so schnell wieder, denn der Mond und die Schwärze der Nacht waren gewichen und der Tag brach an. Ob er den Tag wohl mit ihr verbringen würde? Und sie bis zum Abend reden würden? Sie öffnete die Augen wieder, neugierig, wie wohl seine wundervollen Augen im Tageslicht aussehen werden. Doch was sie erwartete, war erneut völlig unerwartet. Statt in seinen Armen fand sie sich am Strand im Sand liegend, gewärmt von der Sonne, mit zwei makellosen Beinen mit Füßen. Sie hob den Blick, das Meer war nur ein paar Meter von ihr entfernt. War das alles nur ein Traum? Konnte das sein? Aber warum war es dann so vertraut? Oder träumte sie etwa jetzt? Im Meer sah sie den Felsen auf dem sie in der Nacht gesessen hatte. Wie kam sie von dort an den Strand? Was war geschehen? Grübelnd richtete sie sich auf. Neben ihr im Sand glitzerten etwas in der Sonne. Es sah aus wie Perlen, aber nein, es waren keine Perlen. Es sah aus wie Schuppen…..

Nun, das ist vorerst das Ende – oder?? Hmmm, ich glaube, ich muß da noch mal drüber nachdenken. Auf jeden Fall gehts jetzt ans nächste Projekt und ich freue mich über gaaaaanz viele Bilder von Euch! Der Link zur Anleitung darf natürlich nicht fehlen, hier ist er: http://www.lamandia.de/de/wollland/article/Lorelitas-Traum 20140509_144231